Komm, lass uns Drachenfliegen!

Falkensteiner Image Shooting Summer Mountain Nassfeld 2019

Wer meint, das Basteln eines Papierdrachen ist nur den kleinen Erdenbürgern vorbehalten, irrt. Nur weil man erwachsen ist, heißt das noch lange nicht, dass wir nicht mehr Kind sein dürfen! 🙂

Kindheitserinnerung reloaded

Der Herbst ist da. Die Tage werden kühler und kürzer. Es wird windiger und die letzten Sonnenstunden werden für Spaziergänge an der frischen Luft genutzt. Kindheitserinnerungen werden wach: an den mit Papa selber gebastelten Papierdrachen, der bei unseren Herbstspaziergängen niemals fehlen durfte.

Die Geschichte der Papierdrachen ist schnell erzählt: Ein wenig Bambus und wertvolle Seide und schon war einer der ersten Drachen, die im China des 5. Jahrhundert v. Chr. auftauchten, fertig und bereit, in die Luft zu steigen. Für die Asiaten häufig als Glückssymbol verehrt, haben Drachen auch heute noch eine zentrale Bedeutung, z.B. beim japanischen Neujahrsfest. In Europa hielt der Drachen als Kinderspielzeug schließlich endgültig zu Beginn des 18. Jahrhunderts Einzug.

Einfaches Konzept, große Wirkung

Ein Drache ist bzw. kann ein simples Konstrukt sein: Ein Gestänge, Stäbe aus Bambus, Holz, Aluminium, Glasfaser- oder Kunststoff-Material, wird häufig zu einem Kreuz zusammengeknotet oder auf andere Art befestigt. Das Ganze wird mit Papier, Segel-, Baumwoll-, Hanf- oder anderen Tuch bespannt. Sogar Folien eignen sich. Hin und wieder ist ein Schwanz von Vorteil. Zuletzt wird natürlich eine Schnur benötigt. Da der Drachen manchmal eine ziemliche Zugkraft hat, kann man die Schnur oder Leine nicht einfach so in den Händen halten. Eine sogenannte Haspel (Spule) vervollständigen den Drachen. Und fertig ist der Drachen. Natürlich gibt es auch sehr viel aufwändiger gestaltete Drachen bzw. sogar aufwändige Bausätze. Wir bleiben bei der ganz ursprünglichen, kinderfreundlichen Variante. Für unseren DIY Papierdrachen braucht es nicht viel:

  • zwei feste Blatt Papier (bunt oder weiß, DIN A4 oder DIN A3)
  • ein paar Meter festes Garn
  • einen kleinen Holzstab, ca. 5 cm lang und 1 cm dick
  • buntes Krepppapier
  • eine Nähnadel
  • bunte Stifte oder Wassermalfarben
  • Schere
  • Lineal und Bleistift
  • Klebstoff

Schritt für Schritt zum eigenen Drachen

  • Auf das Blatt Papier den Umriss des Drachens zeichnen und ausschneiden.
  • Den Drachen nach eigenem Ermessen bunt bemalen – der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt!
  • Aus dem zweiten Blatt Papier noch zwei 1cm breite Papierstreifen zuschneiden ; einer 12cm lang, der andere 16cm lang. Falzt und knickt beide Streifen der Länge nach und schneidet diese mittig ein, sodass ihr sie im nächsten Schritt ineinander stecken könnt.
  • Klebt nun den längeren Papierstreifen auf die Längsachse des Drachens und danach den kürzeren Streifen senkrecht dazu. Die überstehenden Enden beider Streifen abschneiden.
  • Ein Stück Garn (Länge: ca. 80 cm) mit der Nadel durch das Hinterteil des Drachens einfädeln und festknoten.
  • Das bunte Krepppapier wird in kleine Rechtecke (2 x 5 cm) geschnitten. Faltet diese zu kleinen Ziehharmonikas und knotet sie an die Drachenschnur, die mindestens einen Meter lang sein sollte. Damit euch der Drache nicht davonfliegen kann, bindet die Drachenschnur an den Holzstab – so lässt sich die Schnur auch gut aufrollen.
  • Nun könnt ihr den fertigen Drachenschwanz nehmen und an der unteren Spitze des Drachens hinten an den angeklebten Papierstreifen knoten. Et voila: Fertig ist euer selbst gebastelter Papierdrache!
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