Sport und Meditation – passt das zusammen?

In der Ruhe liegt ja bekanntlich die Kraft, wie man so schön sagt, oder nicht? Die Verbindung zwischen Meditation und Sport ist Vielen kein Begriff. Entspannt wird höchstens im Zuge einer Yoga-Einheit. Zudem wird das Thema Meditation, gleich wie Yoga, in der heutigen Zeit leider immer noch etwas belächelt. Zugegeben, darüber gelacht wird eher von Männern, vor allem wenn es dann auch noch von Männern praktiziert wird. Ist die Hemmschwelle aber erst einmal überwunden, dann zeigen sich die vielen Vorteile aus der Kombination von Meditation und Sport.

WIE MEDITIERE ICH EIGENTLICH RICHTIG?

Natürlich gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie meditiert werden kann. Hier kommt man vom Einzelnen ins Unendliche. Ein wesentlicher Grundsatz für mich ist es, wie auch im Sport, es sollte nicht zu kompliziert sein. Alles was zu komplex in der Umsetzung ist, führt selten zu einer Routine, die man nach dem Sport ausführt.

Wenn ich von einer anstrengenden Trainingseinheit zurück in die Wohnung komme, trinke ich erst einmal ein Glas Wasser und setze mich hin. Im Sommer nutze ich die Möglichkeit mich nach dem Laufen in die kleine Parkanlage gegenüber meiner Wohnung zu setzen und einfach mal runterzukommen. Meditation muss nämlich nicht immer in einem geschlossenen Raum am Boden sitzend stattfinden. Setzt euch auf eine Parkbank und genießt noch die letzten Sonnenstrahlen. Viel zu oft verschwinden wir nach den Sporteinheiten zu schnell in unseren eigenen vier Wänden.

Um den Puls nach der Anstrengung wieder runter zu bekommen, konzentriert ihr euch einfach auf die Atmung und versucht diese wieder ruhiger und gleichmäßiger werden zu lassen.

WANN IST DER RICHTIGE ZEITPUNKT?

Den richtigen Zeitpunkt müsst ihr grundsätzlich für euch selbst entdecken. Wenn bei mir am Trainingsplan wieder einmal ein nüchterner Morgenlauf steht, geht es für mich meistens wirklich schon sehr früh um fünf Uhr morgens los. Damit bringe ich den Körper erst einmal so richtig in Schwung und sehe zu, dass ich munter werde, um mit voller Energie in den neuen Tag zu starten. Meditiert wird nach dem Morgenlauf aber eigentlich nicht, denn gleich darauf muss ich dann meistens auch schon in die Arbeit. Wichtig hierbei ist für mich aber auch, dass ich mich morgens nicht schon zu sehr stresse. Wie auch bei der Meditation an sich, solltet ihr morgens eben nicht auch schon unter Zeitdruck stehen. Wer alle 30 Sekunden seine Augen öffnet, um auf die Uhr zu sehen, dem wird es wohl schwieriger fallen sich auf die Meditation konzentrieren zu können.

Für mich funktioniert Meditation in Kombination mit Sport am besten abends. Meistens plane ich mir meine Sporteinheiten für den späteren Abend ein – im Sommer natürlich etwas einfacher, da es länger hell ist – und bleib danach auch nicht mehr allzu lange auf. Die Meditation – meistens 10 bis 15 Minuten – kann einem dann eben sehr gut dabei helfen, sich auf das Einschlafen vorzubereiten.

Kleiner Tipp von mir: Auf YouTube den Begriff „Chakra Meditation“ eingeben und dort das erste Video (Dauer 35 Minuten) anklicken. Damit schlaft ihr perfekt ein. Man sagt ja auch, dass ruhige Klänge und Töne sehr gut sind für den Körper und auch das Unterbewusstsein dies wahrnehmen kann. Es gibt natürlich aber auch Stimmen, die sagen, dass Laptop und/oder Kopfhörer im Bett nicht so gut sind.

Wer diese Variante nicht wählen möchte, dem kann ich das gute alte „Schäfchenzählen“ empfehlen. Oder ihr konzentriert euch wirklich auf das ruhige Ein- und Ausatmen. Dies hat ebenfalls einen beruhigenden und meditativen Charakter und hilft sehr gut.

DIE RICHTIGE ATMUNG

Zentraler Mittelpunkt der Meditation und vor allem eben auch in Kombination mit Sport, ist die eigene Atmung. Um nach einer anstrengenden Sporteinheit wieder zum Ruhepuls zurück zu kehren, empfiehlt es sich, die Meditation mit einer einfachen Atemübung zu beginnen. Im Allgemeinen wird beim Meditieren sehr stark auf die Atmung geachtet.

Für das „richtige“ Atmen gibt es ebenfalls zahlreiche verschiedene Methoden. Grundsätzlich ist es wichtig ruhig, langsam und lange einzuatmen, danach hält man den Atem für ca. 3-4 Sekunden an und atmet anschließend wieder für 4-7 Sekunden aus. Diese Atemübung kann über die gesamte Meditation hinweg weitergeführt werden. Das Achten auf die bewusste Atmung hilft einem auch dabei, für einen bestimmten Zeitraum nicht auf die Gedanken im Kopf zu hören und einfach abzuschalten. Helfen kann man sich dabei, indem man einmal ein Nasenloch zuhält, die Atemübung 2-3 Mal durchführt und dann das Nasenloch wechselt.

Fazit: Meditation und Sport lassen sich, wie ihr seht, super kombinieren und eignet sich perfekt um nach der Sporteinheit zu entspannen.

Close
Close