50 Shades of Yoga – oder wie ich es nenne: Dehnen

Gut, vielleicht würden 50 Typen von Yoga den Rahmen hier sprengen und ja, vielleicht kenne ich auch gar nicht mal 50 verschiedene Arten. Ashtanga, Hatha, Bikram, Flow – ganz ehrlich, ich habe den Überblick verloren. Was ich damit aber sagen möchte: es gibt soo viele Arten von Yoga und man muss sich nicht immer gleich zweimal um die eigenen Schultern drehen oder auf einem Arm schweben um es Yoga nennen zu dürfen. Denn was ist eigentlich der Sinn hinter Yoga und warum sollte man auch einfaches Dehnen bzw. Stretching als solches bezeichnen?

Zugegebenermaßen bin ich ein kompletter Anfänger was das Thema Yoga betrifft. Vielleicht bin ich deshalb aber auch genau die richtige, um euch zu zeigen, wie man Yoga ganz einfach und ohne Fachwissen in den Alltag einbauen kann und versuche dabei, ein paar Vorurteile aus der Welt zu schaffen. 

Warum Yoga?

Ich habe es verstanden – jeder, wirklich JEDER will mir momentan in den sozialen Medien aber auch in meinem Umfeld Weis machen, dass man durch Yoga ein besserer Mensch wird. Aber ganz ehrlich, ich bin froh, wenn ich zwei Liter Wasser am Tag trinke und meine Mama einmal in der Woche anrufe. Deshalb wollte ich langsam starten und habe ganz einfach hin und wieder ein paar Stretching Übungen, welche ich noch aus meiner Schulzeit kannte, während des Fernsehens eingebaut. Jeder kennt es, einmal den Ellbogen hinter den Kopf und die Hand nach unten ziehen. Bäm, ich fühle meine innere Mitte. So schnell geht es zwar leider nicht, aber man merkt ziemlich schnell, wie gut es tut sich einfach mal so richtig zu strecken und dabei tief durchzuatmen. Nach und nach, kann man dann weitere Übungen hinzufügen, das Internet ist hierfür ein Fass ohne Boden und für jede Schwierigkeitsstufe gibt es genügend Beispiele. Irgendwann kann man sich dann bestimmt zweimal um die eigene Schulter drehen. Und wenn nicht, dann ist das auch gut.

Was ist eigentlich der Sinn von Yoga?

Laut Wikipedia „verfolgen Yogaübungen heute zumeist einen ganzheitlichen Ansatz, der KörperGeist und Seele in Einklang bringen soll“. Oder wie ich es formulieren würde: Einfach zwischendurch auf Pause drücken und sich ganz auf sich und seinen Körper konzentrieren.

Diese ganzen Vorurteile

  • Kleidung: Wer Yoga machen will, sollte sich auf jeden Fall zuerst die neuesten und stilvollsten Yogapants besorgen, am besten mit dem passenden top und alles hauteng. Nein, bei Yoga zählt vor allem das eigene Wohlbefinden. Wenn du dich mit enger Leggings am wohlsten fühlst: schön. Wenn nicht, dann darf es auch gerne die weite Baumwollhose fürs Wochenende und das T-Shirt vom Sommercamp aus der Jugend sein.
  • Musik: Zum Yoga gehört die traditionelle Entspannungsmusik dazu. Ich persönlich „dehne“ mich am liebsten zu Naturgeräuschen (absolutes Landkind im Herz). Solltest du dich aber am besten zur Musik von Green Day oder den Backstreet Boys entspannen, so be it.
  • Die Matte: Du hast noch keine bunte Silikonmatte mit ergonomischer Tragehalterung? Ich auch nicht. Für den Anfang brauchst du diese auch nicht. Die einfachen Übungen mache ich am liebsten auf dem waschbaren Knüpfteppich am Balkon. Für die intensiveren, wo man auch mal schwitzt und Halt braucht, gibt es sehr dekorative Matten aus Naturmaterialien wie zB Kork. Mein persönlicher Favorit: Die Matte aus Zirbenholz, welche so schön ist, dass man sie gar nicht wegräumt, sondern gerne im Wohnzimmer rumliegen lässt.
©laya_yogastore
©zirbit.at
©hejhej_mats

Fazit

Keiner muss, jeder kann Yoga machen. Ich hatte anfänglich eine große Hemmung davor anzufangen, einfach weil ich keinen Plan hatte, welche Übungen ich wie ohne Wissen machen kann. Das Internet ist so eine große Hilfe und man darf sich nur keinen Stress machen, wenn man im Stand nicht mit den Händen zum Boden kommt. Es geht einfach nur darum, sich auf sich selbst zu konzentrieren, ganz ohne richtig und falsch. Wer ein paar praktische Tipps und Übungen für den Anfang braucht, findet in diesem Beitrag „Yoga für Anfänger“ ganz einfach erklärt das wichtigste das man wissen muss. Wer hingegen mit dem Partner oder einem Freund das ganze ausprobieren möchte, dem zeigen wir in diesem Beitrag wie dies am besten gelingt. Viel Spaß beim Ausprobieren! 

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