Ein Hotelgarten ganz in Balance

Nachhaltigkeit, CO2-Neutralität, Klimawandel – selten zuvor sind ein schonender Umgang mit der Natur und der Schutz der Umwelt so sehr im Fokus gestanden, wie in den letzten Monaten. In unseren Hotels ist es uns seit vielen Jahren ein Anliegen mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen: Wir bieten Lademöglichkeiten für Elektroautos an, unsere Gäste können sich E-Bikes für die Erkundung der Umgebung ausborgen. Ein Großteil unserer Lieferanten kommt aus der jeweiligen Region, wir legen großen Wert auf saisonale Küche und selbstgemachte Produkte. Mülltrennung ist selbstverständlich und wird von unseren MitarbeiterInnen und unseren Gästen gelebt. Und noch vieles mehr.

PERMAnent frisch aus dem Hotelgarten

Ein ganz besonderes Projekt gedeiht seit dem Spätherbst 2019 in unserem Falkensteiner Balance Resort Stegersbach: Auf 5.000 m² entsteht der größte hoteleigene Permakultur-Garten Österreichs.

Das Wort Permakultur setzt sich aus den Wörtern „permanent“ und „agriculture“ zusammen und beschreibt ursprünglich eine Landwirtschaft, die nachhaltig und umweltverträglich ist. Mittlerweile hat sich die Philosophie der Permakultur weiterentwickelt und beinhaltet z.B. auch die Gestaltung von wirtschaftlichen Systemen und des menschlichen Zusammenlebens, also eine komplette „permanente Kultur“.

Mastermind Johannes Seper

Die Projektidee kam von unserem Küchenchef Johannes Seper, dem es als Koch selbstverständlich wichtig ist unsere Gäste tagtäglich mit frischen Produkten zu verwöhnen und zu begeistern.

Johannes, was ist dein Grundgedanke gewesen im Hotel einen Permakultur-Garten anzulegen?

Mein Grundgedanke war eigentlich, dass wir unseren Gästen zeigen möchten, dass sie bei uns wirklich Gemüse, Kräuter und Obst mit 0 km Anfahrt auf den Teller bekommen. Das tolle am eigenen Garten ist aber vorallem, dass man selber entscheiden kann, wann geerntet wird. Und das garantiert wiederum, dass die Produkte am Höhepunkt ihres Geschmackes verarbeitet werden.

Wird es eine spezielle Obst- oder Gemüsesorte geben, auf die du dich besonders freust frisch ernten und verkochen zu können? Und welches Gericht schwebt dir beispielhaft vor?

Im Grunde freue ich mich über alles, was wir ernten werden. Da jede Obst- und Gemüsesorte seine Eigenheiten und Geschmäcker hat ist die richtige Zubereitung entscheidend um den besten Geschmack herauszuarbeiten. Manche Gemüsesorten, wie zum Beispiel Karotten, mögen es im eigenen Saft gedünstet zu werden. Ein Sellerie oder eine Rübe schmeckt wiederum am besten, wenn sie im Ofen mit der Schale geschmort werden. Dazu ein wenig Kräutersalz, hochwertiges Öl und man hat ein tolles Gericht am Teller, das man natürlich mit hochwertigem Fleisch und Fisch noch aufpeppen kann. Und auf diese Augenblicke freue ich mich schon jetzt: Wenn wir mit unserem Gemüse, Obst und den Kräutern unsere Gäste am Teller glücklich und zufrieden machen.

2 Fragen an Mastermind Marlies Ortner

Maßgeblich an der Umsetzung beteiligt war Frau Marlies Ortner, ihres Zeichens Initiatorin von PIA – Permakultur im Alpenraum. Mit ihrem Garten der Vielfalt – einem 6.000 m² großen, biologisch geführten Naturgarten rund um ein Therapiegarten-Zentrum mit über 400 Pflanzenarten und –sorten, ist Frau Ortner DIE Permakultur-Koryphäe in Österreich.

Liebe Frau Ortner, gibt es spezielle Voraussetzungen für das Anlegen eines Permakultur-Gartens? Worauf muss man achten?

Es gibt keine speziellen Voraussetzungen um einen derartigen Garten anzulegen. Permakultur bedeutet zukunftsfähiges, also Energie und Ressourcen sparendes und die Vielfalt des Lebens förderndes Gestalten und Benutzen des Landes nach dem Vorbild der natürlichen Ökosysteme. Ein Permakultur-Garten versorgt Pflanzen, Tiere und Menschen mit Nahrung, baut Humus auf, führt Materialien im Kreislauf und schont das Klima. Jede/r kann den eigenen Grünraum, ob klein oder groß, Schritt für Schritt zu einem Permakultur-Garten weiterentwickeln, und wie das geht kann man im Permakultur-Garten des Falkensteiner Hotels in Stegersbach erfahren.

Was hat Ihnen bei diesem Projekt besonders viel Spaß gemacht?

Große Freude macht mir, dass sich aus einem eintönigen Stück Rasen ein bunter, lebendiger Garten entwickeln darf, der bereits jetzt, obwohl er noch teilweise Baustelle ist, fast 400 Pflanzenarten beherbergt. Diese bunte Vielfalt wird nicht nur den Menschen, die im Falkensteiner Balance Resort Stegersbach arbeiten und Gäste sind, Freude machen, sondern auch Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung geben. Ein neuer Lebensraum entsteht!

„Permakultur ist das Schaffen von kleinen Paradiesen hier auf der Erde.“

…sagte einmal der Australier Bill Mollison, Gründungsvater der Permakultur. Eines dieser kleinen Paradiese findet man ab sofort definitiv im schönen Südburgenland! Und noch dazu mit einer unglaublichen Vielfalt an Wild- und Gartenkräutern, Bio-Schnittblumen und Wildblumenwiese, Wein-, Obst- und Beerenhecken, Gemüsebeeten und vielem mehr.

Bis alles angewachsen ist, blüht und gedeiht dauert es zwar noch ein bisschen, aber wir freuen uns schon jetzt auf unsere erste Ernte im April. Und das Team vom Falkensteiner Balance Resort Stegersbach freut sich auf viele Gäste, die zusätzlich zum eigentlichen Urlaubsfeeling ihre innere Balance in diesem kleinen Paradies finden.

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