Region Love: Montafon – wir stellen vor!

Team Katze, selten offline. Mit viel Leidenschaft und wenig Planung bereist sie die Welt – seit 2017 ganz offiziell als Familie. Daher weiß sie, dass das Reisen mit Kleinkind manchmal mehr als Ortswechsel zu verstehen ist. Entspannung kommt dann später.

Im Herzen Vorarlbergs, inmitten des Montafons, entsteht gerade das neue Falkensteiner Hotel Montafon, welches im Dezember 2022 seine Türen öffnen wird. Die Besonderheit an diesem neuen Projekt ist der klar gesetzte Nachhaltigkeitsschwerpunkt, welcher auf allen Ebenen zu finden sein wird. Damit ist das Projekt allerdings nicht alleine, denn auch die gesamte Region betreibt seit einigen Jahren ein nachhaltiges und bewusst durchdachtes Tourismuskonzept, welches seines Gleichen sucht.

© Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH Bregenz, Stefan Kothner

Um einen intensiveren Einblick in die, von einem gigantischen Bergpanorama umgebene Region Montafon und ihre Geheimnisse zu erhalten, haben wir uns an Judith Grass, die Geschäftsführerin von Golm Silvretta Lünersee Tourismus, gewendet. Ihr Fokus liegt auf Nachhaltigkeit, Innovation und Digitalisierung. In einem Gespräch konnte sie uns viele Einblicke und Insider-Tipps in diese spannende Destination geben.

Judith Grass - Geschäftsführerin Golm Silvretta Lünersee Tourismus
  • Hallo Judith, vielen Dank für deine Zeit! Starten wir gleich mit der ersten, wichtigen Frage: Was macht die Region Montafon einzigartig? 

Der persönliche Umgang miteinander, die vielen unberührten Ecken, der besondere Dialekt und das attraktive Ganzjahresprogramm – man kann jederzeit ein unbeschreibliches Naturerlebnis erfahren!

  • Was sind deine Lieblingsorte in der Region Montafon? 

Diese müssen auf jeden Fall über 1.500 Meter liegen – am liebsten bin ich auf einem der vielen unzähligen Berggipfeln wie Zimba oder Valülla.

  • Die Region Montafon ist bekannt für ein nachhaltiges Tourismuskonzept, welche Aspekte sind hier besonders? 

Nachhaltigkeit geht bei uns, vor allem bei uns Golm Silvretta Lünersee Tourismus, über die ökologischen Säulen hinweg. So betrachten wir in der Umsetzung alle 3 Säulen – Ökologie, Soziales und Ökonomie– gleichermaßen. Diese Themen sind klar in unserer Strategie verankert und all unsere Angebote werden anhand der strategischen Markenschwerpunkte umgesetzt. Weiteres ist die Bewusstseinsbildung bei Mitarbeiter_innen und Gästen ein vorrangiges Ziel, damit jede/r einzelne merkt, was er/sie selber ändern kann. Nur gemeinsam schaffen wir es das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Damit ihr eine bessere Vorstellung von unserer Umsetzung bekommen, führe ich euch ein paar Beispiele vor:

Zum einen geht es um die Energie. Wir beziehen 100 Prozent Ökostrom, somit ist unsere Stromversorgung klimaverträglicher und unabhängiger von fossilen Brennstoffen. Durch die Verwirklichung unseres Green Tickets, besteht die Möglichkeit klimaneutral in unser geliebtes Skigebiet zu gelangen. Es beinhaltet die Tageskarte für den Erlebnisberg Golm inklusive Anreise mit Bus und Bahn aus ganz Vorarlberg und von den Grenzbahnhöfen in Tirol (St. Anton), Deutschland (Lindau) und der Schweiz (Buchs/St.Margarethen). Aber auch in der gesamten Gastronomie wird stetig darauf geachtet ausschließlich regionale Lieferant_innen und Produkte zu benutzen. Es wird, wo möglich, auf Plastik verzichtet und auf wieder verwendbare Produkte und Großgebinde zurückgegriffen. Zusätzlich ist der kontinuierliche Ausbau vegetarischer und veganer Speisen uns ein großes Anliegen.

  • Sommer oder Winter, was sind die Highlights der Region? 

Im Sommer am liebsten eine Gipfeltour, wie der Golmer Höhenweg mit atemberaubendem Blick auf den Rätikon oder die Versailspitze in Partenen. Für Kulturinteressierte ist die Gauertaler AlpkulTour ein MUSS, für Familien mit Kindern der Waldrutschenpark und der Alpine-Coaster.  

Im Winter empfehle ich immer einen Ausflug in die Silvretta-Bielerhöhle, als Erholung von den vielen Skitagen im Tal. Dort erlebt man den Winter nochmals auf eine ganz andere Art und Weise.

© Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH Bregenz, Stefan Kothner
  • Auch sprachlich ist das Montafon sehr einzigartig. Was macht den Dialekt so besonders? 

In Vorarlberg hat gefühlt jeder Ort seinen eigenen Dialekt. Auch im Montafon kann man gut unterscheiden, ob jemand aus der Inner- oder Außerfratte kommt. Der Dialekt stellt innerhalb der österreichischen Mundart eine Besonderheit dar, da immer noch ein paar Wörter aus dem Rätoromanischen verwendet werden, das im Spätmittelalter durch das alemannische Deutsch verdrängt wurde.

(c) dinnerum8
  • Welche drei Dialekt-Worte sollte man, deiner Meinung nach, unbedingt kennen? 

Damit ihr in Montafon gut durch den Tag kommt, solltet ihr euch diese drei Worte auf jeden Fall merken:

  1. Guata Margat – Guten Morgen  
  2. Trola – stolpern 
  3. Hees – Kleidung  
  • Was muss man unbedingt gegessen haben, damit der Montafon Urlaub perfekt war? 

Das Montafoner Polmanodla, kann ich euch vom Herzen nur empfehlen. Die wichtigste Zutat darin ist der Sura Kees, der Sauermilchkäse, dessen Geschichte bis ins 12.Jahrhundert zurückreicht und welchen es so nur in Montafon zu finden gibt. Ummantelt in einer knusprigen Teigtasche können die feinen Polmanodla, süß oder auch herzhaft genossen werden. 

Wir bedanken uns herzlich bei dir, Judith, für diesen spannenden Eindruck in die einzigartige Region Montafon und wünschen dir weiterhin alles Gute!

Headerbild: © Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH Bregenz, Stefan Kothner

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