Gekonnt gegrillt – vegan & glutenfrei

Sommer und Grillen – das gehört in unseren Breiten zusammen wie Winter und Skifahren. Während es für die einen das gemütliche Zusammenkommen in geselliger Runde im Vordergrund steht, betreiben andere das Grillen schon fast mit sportlichem Eifer. In jedem Fall ist ein Barbecue aber die ideale Gelegenheit Freunde und/oder Familie an einem Tisch zu vereinen und dabei ganz einfach auf unterschiedliche Ernährungsformen einzugehen, denn meist bedarf es nur ein paar einfacher Twists um allen Geschmäckern gerecht zu werden.

Der Klassiker: Gemüse

Gemüsespieße haben auf den meisten Grillern ohnehin bereits einen Fixplatz. Neben den Klassikern wie Paprika, Zwiebeln, Auberginen, Zucchini, Champignons und Maiskolben darf man sich aber ruhig auch mal an Ausgefalleneres wagen. Wie wäre es also beim nächsten Grillfest mit Spargel, Portobello-Pilzen oder Kürbis?

Ein paar Tipps zum Gemüse grillen:

  • Reichlich Gemüse einkaufen, da dieses am Grill an Flüssigkeit und somit Volumen verliert
  • Gemüse entsprechend vorbehandeln: Maiskolben am besten vorgaren, Kartoffeln ebenso und Pilze gut marinieren
  • Gemüse nur grob schneiden – zu kleine Stücke fallen leicht durch den Rost und bereiten so nur unnötigen Aufwand
  • Olivenöl mit frischen Kräutern ansetzen und zum Bestreichen neben dem Grill parat haben – gibt ein herrliches Aroma
  • Getrennte Grilltassen verwenden, damit sich Gemüse nicht mit Fleischsaft mischt. Wer stattdessen metallene Grillkörbe wählt, spart obendrein noch Müll.
@plantbasedproof

Das „Fleisch“: an Alternativen mangelt es nicht

Vegane Produkte erleben in den vergangenen Monaten einen regelrechten Boom und begeistern mit immer besser werdenden Rezepturen. Die amerikanischen Neuerungen Beyond Burger und Incredible Burger sind im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde, Ersterer ist dabei sogar glutenfrei.

Wer es lieber naturbelassener mag, kann Bratlinge aber auch leicht selber machen. Passende Rezepte finden sich dazu reichlich online, als Basis dienen dann etwa Bohnen oder Linsen.

@vegan.bbq
@slyfoxvegan

Auch Tofu lässt sich einfach und köstlich zubereiten, wichtig ist dabei die richtige Marinade.
Tipp: Tofu zuerst einfrieren, auftauen und dann auspressen: So verliert er nahezu sein gesamtes Wasser und kann die Marinade besonders gut aufsaugen.

@well_vegan

Mehr als nur Beilage: Salate!

Einem richtig guten Kartoffelsalat kann wohl niemand widerstehen, bei der veganen Zubereitung ist es hierbei nur wichtig, Gemüsebrühe statt Rinderfonds zu verwenden. Gurken- oder Karottensalate lassen sich mit Sojajoghurt herrlich laktosefrei zubereiten – wichtig ist, nur zu einer ungezuckerten Variante zu greifen.

Ein Couscoussalat mit frischer Minze bringt Abwechslung auf den Tisch. Mit Quinoa anstatt Couscous kommen auch alle, die an Zöliakie leiden, auf ihre Rechnung, denn das Pseudogetreide ist glutenfrei.

Ein weiterer BBQ-Klassiker ist der Nudelsalat. Klassisch mit Mais, Gurkerl, Paprika und Frühlingszwiebel oder mediterran mit Tomaten, Oliven und Rucola im Handumdrehen zubereitet.

Das verbindende Element: Dips und Saucen dürfen nicht fehlen

Tomatenketchup, Guacamole, Ajvar, Hummus, sowie die meisten Senfsorten – nur einige Optionen ohnehin vegane Optionen, welche die ideale Ergänzung zum Barbecue bilden. Ganz leicht selber machen lässt sich beispielsweise auch ein Knoblauch-Joghurt Dip mit frischen Kräutern. Auch hierfür das ungesüßte Sojajoghurt wählen, laktoseunverträgliche und veganen Gäste werden sich freuen.

Wer auf Mayonnaise nicht verzichten will: auch die gibt es in pflanzlicher Form bereits in jedem Supermarkt. Ein Pluspunkt: pflanzliche Alternativen sind auch besser für den Cholesterinspiegel!

Zum süßen Abschluss: Dessert vom Rost

Wer noch nie Ananas gegrillt hat, weiß nicht was er verpasst! Die Südfrucht dazu in zentimeterdicke Scheiben schneiden, den Strunk entfernen. Anschließend mit einem Gemisch aus Zimt und Zucker gleichmäßig bestreuen und am Grill braten, bis das Zuckergemisch karamellisiert. Mit Minzblättern garnieren, nach Belieben mit Vanilleeis anrichten und mit etwas Agavensirup beträufeln. Wenn keine Kinder mitessen, kann man diesen auch noch mit etwas Rum verfeinern.

@feastyoureyeskc
@ignitegrilling

Einem Sommer-Barbecue nach jedermanns Geschmack steht also nichts mehr im Wege!

Noch mehr vegane Rezepte und viele glutenfreie Ideen finden sich am Blog von elavegan.com, oder dem Instagram-Account von eatthis. Wer sich lieber offline inspirieren lässt, stöbert im Buch der beiden Autoren Nadine Horn und Jörg Mayer.

Close
Close