Weihnachtstraditionen des Falkensteiner Blog Content Teams

Der 2. Adventsonntag – nun wird es langsam aber sicher Zeit, in Weihnachtsstimmung zu kommen und dieser mitunter sehr hektischen Vorbereitungszeit etwas Wohliges und Wunderbares zu entlocken.

Bis auf den Grinch, gibt es wohl wenige Menschen, denen Weihnachten nicht wenigstens ein bisschen gefällt und, die sich von der Stimmung in der wundervollen Vorweihnachtszeit nicht anstecken lassen. Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit, der Liebe und des Nachdenkens. Es gibt gutes Essen, man trifft Familie und Freunde – da ist für jeden etwas Positives dabei. Außerdem lässt man das Jahr Revue passieren und denkt über das Kommende nach. Und, man schwelgt ein bisschen in (alten) Erinnerungen und lässt Traditionen hochleben…

Claudia M.:

Ich bin immer fast geplatzt vor Aufregung und habe wochenlang gefühlt jeden wahnsinnig gemacht mit meiner schier grenzenlosen Vorfreude. Am Heiligen Abend selbst wurde dann natürlich das passende Sonntagsgewand rausgezogen (und im Sinne der 90er Jahre wurde hier auch nicht mit Rüschen und Stoff gespart) und das schicke Geschirr mit Silberbesteck aus dem verstaubten Kasten gezogen. Das Beste an dem Ganzen? Der Moment, in dem die Glocke geklingelt hat und wir endlich in das für Stunden versperrte Wohnzimmer mit den ganzen Geschenken durften. Genau wegen diesem Moment bin ich froh, dass mich meine Eltern so lange belogen haben – ich würde es nicht missen wollen!

Stefan:

Der Heilige Abend in meiner Familie ist so ziemlich das klassischste, was man sich nur vorstellen kann: Ankommen, Plaudern, Trinken, Bescherung, Essen (ja, es gibt jedes Jahr Raclette), wieder Trinken. Nichts Besonderes, aber: Auch wir pflegen eine tierisch gute Tradition VOR all dem Trubel des Abends. Jedes Familienmitglied weiß, wo es sich um kurz nach 10:00 Uhr einzufinden hat: Beim Haupteingang zum Tiergarten Schönbrunn. Während in anderen Familien noch die letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsdinner laufen und Chaos und Stress den Ton angeben, machen wir uns einen gemütlichen Vormittag mit El Commandante und Co.

Ja, obwohl wirklich nicht wenig los ist, kann so ein Zoobesuch recht entspannend wirken. Jung und Alt kommen voll auf ihre Kosten und können für einen Moment die Sorgen des Alltags hinter sich lassen. Ein deftiges Langos zwischendurch, die teils sehr schön geschmückten Gehege und das Leuchten in den Augen der Zoobesucher, machen diesen Vormittag Jahr für Jahr magisch und stimmen für einen stimmungsvollen Heiligen Abend ein. Der trotz der „Normalität“ nichts an seinem Zauber verloren hat – jährlich grüßt das Murmeltier sozusagen!

Claudia A.:

Als Kind war Weihnachten immer besonders spannend. Die Lichter, die Aufregung und auch die kindliche Naivität packen die Erinnerungen in besonders feine Watte. So habe ich mich als Kind zum Beispiel nie gewundert, warum meine Schwester und ich uns immer nur in der Nacht vor dem heiligen Abend das Zimmer teilen mussten. Auch wenn dann am nächsten Tag der Baum in voller Pracht dastand, hat mich das nie so richtig stutzig gemacht. 

Die meiner Meinung nach schönste Weihnachtstradtition unserer Familie hat sich aber erst entwickelt, als ich schon lange nicht mehr ans Christkind geglaubt habe. Zusammen mit meinem Vater habe ich mich früh Morgens aufgemacht, um den Weihnachtsbaum auszusuchen. Unsere Aufgabe: den individuellsten Baum finden, den der Standler zu bieten hat – oder auf gut Deutsch – den, den keiner haben will. So kam es, dass wir in einem Jahr einen Baum mit vier Wipfeln hatten. Und weil wir uns nicht entscheiden konnten, auf welchen Wipfel wir den Spitz geben wollten, haben wir kurzerhand einfach vier Spitzen montiert. Der Neptun-Baum war geboren und damit ein unvergessliches Weihnachtsfest.

In diesem Sinne, wünschen wir euch viel Vergnügen mit euren Weihnachtstraditionen und vor allem eine ruhige Adventzeit!

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