Kleiner Sauna Guide – so schwitzt man richtig

Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfelden

Gerade jetzt im Winter, wenn die Temperaturen draußen weiter und weiter sinken, ist die wohlige Wärme beim Saunieren eine wahre Freude. Wie man am besten schwitzt und was es zu beachten gilt, haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

Was bringt der Saunagang?

Die Wärme in der Sauna entspannt unsere Muskeln und kann sich daher positiv auf viele damit einhergehende Beschwerden auswirken. Sie sorgt außerdem dafür, dass sich die Poren der Haut öffnen, was zusammen mit dem Schwitzen das Abtransportieren von überschüssigem Talg begünstigt. Der Wechsel zwischen warm und kalt, zwischen Saunagang und Abkühlung an frischer Luft, kalter Dusche und Tauchbecken hilft außerdem dabei das Immunsystem zu stärken. Nach dem Saunagang schließen sich auch die Poren wieder, so dass die Haut ebenmäßiger zurückbleibt. Ganz abgesehen davon, entspannt die Sauna natürlich auch geistig – hier lässt es sich herrlich abschalten.

WER DARF IN DIE SAUNA?

Grundsätzlich ist ein Saunagang für jede und jeden zu empfehlen, in manchen Fällen ist jedoch etwas mehr Vorsicht geboten: Personen mit Kreislaufproblemen sollten sich nur langsam an das Saunieren herantasten, wer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte das Saunieren mit seinem Arzt abklären.

Auch sollte man bei einer Erkältung nicht in die Sauna gehen, selbst wenn das Schwitzen grundsätzlich als gesund und förderlich für die Abwehrkräfte gilt. Ist das Immunsystem einmal angeschlagen, wie im Falle einer Erkältung, belastet ein Saunagang den Körper nur zusätzlich. Dazu kommt die Ansteckungsgefahr für Mitmenschen – Rücksicht ist also ebenfalls geboten.

In den meisten Hotels ist der Zutritt zur Sauna erst ab 16 Jahren gestattet. Unsere Family Hotels bieten allerdings auch bestimmte Saunazeiten für Familien. In den Falky-Spas gibt es außerdem eigene Kindersaunen für Kids ab 4 Jahren, mit Temperaturen von max. 50°C.

Wie ist der optimale Ablauf beim Saunieren?

Vorweg sei gesagt: für das Saunieren sollte man ausreichend Zeit einplanen, schließlich soll die Entspannung im Vordergrund stehen und mehrere Durchgänge sind ideal, um von den Vorteilen für die persönliche Gesundheit profitieren zu können. Zwei Stunden Zeit am Stück sollte man daher schon einplanen.

Jetzt aber zum Ablauf – womit geht es los?

Zu allererst duscht man sich vor dem ersten Saunagang gründlich ab. Mit Seife und Shampoo, Makeup sollte ebenfalls entfernt werden. Nach dem Duschen sollten auch keine Pflegeprodukte mehr aufgetragen werden, damit die Haut bestmöglich gereinigt ist. Sich gründlich abzutrocknen ist allerdings wichtig, denn trockene Haut schwitzt schneller als nasse.

Die Wahl der richtigen Sauna

Anfänger wählen am besten eine weniger heiße Sauna mit 50 bis 60°C und tasten sich an das Saunaerlebnis auf den untersten Schwitzbänken heran. Das liegt daran, dass die Luft auf den obersten Bänken immer am heißesten ist, da die Hitze aufsteigt.

Egal, ob man zum ersten Mal in die Sauna geht oder zu den erfahrenen Saunabesuchern zählt: auf seinen eigenen Körper zu hören ist das Allerwichtigste! Nicht nur die Erfahrung im Saunieren, auch die Tagesverfassung spielt hier eine wichtige Rolle. Wenn einem die Hitze zu viel wird, sollte man seinen Saunagang in jedem Fall beenden – Ehrgeiz ist hier fehl am Platz.

Kleidungsvorschriften

In den meisten Ländern ist es Usus nackt zu saunieren, so auch in den Urlaubsregionen der Falkensteiner Hotels. Ohne Badezeug schwitzt der Körper leichter und zudem ist das kleidungslose Saunieren auch hygienischer. Beim Betreten und Verlassen der Sauna hüllt man sich in ein großes Saunahandtuch und breitet dieses unter sich aus, sobald man seinen Platz zum Sitzen oder Liegen gefunden hat. Dabei sollte möglichst der ganze Raum zwischen sich und dem Holz bedeckt sein, um Schweiß aufsaugen zu können.

Um keine tiefen Einblick zu gewähren, setzt man sich nicht zu breit hin und kann beim Liegen auch das anderen Personen zugewandte Bein aufstellen. Trifft man Personen in der Sauna an, denen man lieber nicht begegnet wäre, wählt man am besten einen Platz mit Blick in dieselbe Richtung. So fällt man nicht in das Sichtfeld des anderen.

Badeschlapfen und Schmuck werden vor dem Saunagang ebenfalls abgelegt, auch der Bademantel muss draußen warten. Diesen zu markieren ist sinnvoll, damit man nach dem Saunagang wieder zum richtigen Bademantel greift. In vielen Hotels stehen dafür eigene Klammern zur Verfügung.

Während des Saunagangs

In der Sauna wird üblicherweise nicht gesprochen, Starren oder der Austausch von Intimitäten sind hier ebenso fehl am Platz.

Ein Saunagang dauert üblicherweise 8-15 Minuten, je nach persönlichem Empfinden. Wie bereits erwähnt, sollte das Wohlbefinden immer im Vordergrund stehen, unabhängig von gemessenen Zeiten!

Aufgüsse werden von geschulten SaunameisterInnen vorgenommen, nur wenn es explizit ausgeschrieben ist, darf auch selbst aufgegossen werden.

Das Betreten oder Verlassen der Sauna sollte nie während eines Aufgusses stattfinden, die ausgeschriebenen Aufgusszeiten daher am besten bereits im Vorhinein einsehen.

Das Betreten und das Verlassen der Sauna sollte immer zügig von Statten gehen, um das Austreten von Hitze zu vermeiden.

Was kommt danach?

Nach dem Saunagang sollte man sich zuerst an der frischen Luft abkühlen, denn der Körper benötigt jetzt Sauerstoff. Erst dann duscht man sich ab. Seifen sind jetzt nicht mehr notwendig, denn Schweiß ist wasserlöslich. Ein leichtes Peeling kann aber zusätzlich helfen, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Abschließend ins Kältebecken eintauchen kurbelt zusätzlich die Zirkulation an. Danach heißt es ausruhen. In den weichen Bademantel eingepackt, rastet man 20-30 Minuten lang, bevor man das Ritual mit dem nächsten Saunagang wiederholt.

Insgesamt sollte man 3 Saunagänge einplanen. Weitere Saunagänge darüber hinaus haben keinen zusätzlich positive Wirkung auf den Körper mehr.

Nach der Sauna sollte dem Kreislauf zuliebe kein Sport mehr gemacht werden, sportliche Aktivitäten also besser davor einplanen. Eine anschließende Massage kann die entspannende Wirkung allerdings fördern.

Darf ich vor der Sauna essen?

Ja und nein – idealerweise geht man weder mit leerem noch zu vollem Magen in die Sauna. Wenn die letzte Mahlzeit schon zu lange her ist, ist ein kleiner Snack zuvor auf jeden Fall in Ordnung. In den Spa-Bereichen der Falkensteiner Hotels stehen daher Obst und Nüsse zur freien Verfügung.

Und wie ist es mit dem Trinken?

Vor dem Saunieren gilt es ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ideal sind Wasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte. Nach dem letzten Saunagang sollte man wieder daran denken viel zu trinken, da der Körper nun einiges an Flüssigkeit verloren hat.

Auf Alkohol sollte besser verzichtet werden, bereits am Vorabend. Sonst kann es neben Schwierigkeiten mit dem Kreislauf auch zu unangenehmen Ausdünstungen in der Sauna kommen.

Saunieren in Zeiten von COVID-19: Ist das überhaupt möglich?

Eine berechtigte Frage, schließlich ist eine Sauna räumlich begrenzt und geschlossen. Da sich die Lage laufend ändert und die Bestimmungen von Land zu Land unterschiedlich sind, findet ihr die aktuellsten Informationen rund um das Coronavirus gesammelt immer hier.

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