Basisch Baden – Spa Feeling für zu Hause

Bettina Schroll – Spa Managerin in Bad Leonfelden zeigt euch heute, wie ihr euch das perfekte Spa Feeling in die eigenen vier Wände holt – ohne Stress und vielen Zutaten:

Die meisten Menschen sind SAUER!

Das liegt aktuell nicht nur an den Ausgangsbeschränkungen und dieser absurden Situation. Unser hektischer Lebensstil, unausgewogene Ernährung und viele der konventionellen Körperpflegeprodukte beeinflussen unseren Säure-Basen Haushalt negativ. Wer kennt es nicht? Trockene, schuppige Haut, ein Spannungsgefühl oder Juckreiz? 
Ich litt sehr lange an extrem irritierter Haut, gerade an den Schienbeinen. Oft juckte mich die Haut so sehr, dass ich mich teilweise blutig kratzte. Mit herkömmlichen Öl-Bädern oder Body Lotionen erzielte ich, wenn überhaupt,  nur kurze Abhilfe. Bis ich vor einigen Jahren im Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfelden „Die Base“ kennengelernt habe. Ein Badezusatz des oberösterreichischen Herstellers und Lieferanten E & M Vital.

Ein rein hoher pH-Wert alleine reicht nicht aus um eine gute Entsäuerungsleistung zu erzielen. Um die ausgeschiedenen Säuren zu binden, werden hochwertige Carbonate benötigt. Sobald man ins Badewasser steigt, wird die Haut geschmeidig weich. In einem Vollbad wird der gesamte Körper entgiftet und der Stoffwechsel angeregt. Bereits nach wenigen Anwendungen war meine Haut so ausgeglichen, dass ich auf ein sofortiges eincremen nach dem duschen oder baden verzichten konnte. Ich liebe die vielseitige Anwendung von „Die Base“.

Wenn ihr keinen basischen Badezusatz zu Hause habt, gönnt euch ein Bad mit purem Natron. Bitte verwendet hierfür ein Natron Produkt, welches Pharma- oder Lebensmittelqualität entspricht. Mit einem Bad in Natron lässt sich ein ausgleichender, basischer Effekt erzielen. Die hauteigene Rückfettung und Reaktivierung wird allerdings geringer ausfallen als mit „Die Base“ von E & M Vital. Gönnt euch ein wenig Entschleunigung und nehmt euch einfach mal Zeit!

Anwendung:

An basische Bäder muss sich der Körper erst langsam gewöhnen. Als Einsteiger sollte man die Badedauer  von 1 Stunde nicht überschreiten und nicht öfter als 1 x pro Woche basisch baden. Wählt eine inivideuell angenehme Badetemperatur von 35 – 38°C. Bitte beachtet hier immer die Angaben des Herstellers, das gilt natürlich auch für die Dosierung.

Während des Badens, wird der Stoffwechsel angeregt und es findet ein Entgiftungsprozess statt. Gönnt euch daher auch nach dem Bad noch Ruhe und plant Sie eine entsprechende Nachruhzeit ein. Die Häufigkeit und Dauer solltet ihr erst nach und nach steigern. Profis nehmen sich ein Zeitfenster von 2-3 Stunden für das Basenbad inklusive der empfohlenen Ruhephase. Bis die Osmose einsetzt, dauert es. Es wäre schade, wenn man daher zu früh mit dem basischen Ritual aufhört und somit der Entgiftungsprozess nicht oder zu kurz stattfindet.

Tipps und Tricks:

  • Probier’s mal mit Gemütlichkeit: wenn kein rutschfestes Badewannen-Kissen zur Hand ist, rollt einfach ein Handtuch zusammen und legt es in den Nacken. Denn es wird dauern, bis wir wieder massieren und verwöhnen dürfen, 
  • Unterhaltung: nehmt ein gutes Buch mit ins Bad. Ich habe mich aktuell für etwas lustiges entschieden und lese Kiss me, stupid! von Tara Sicec – offen, direkt und urkomisch. Wenn ich komplett abschalten möchte höre ich mir eine geführte Meditation an – z.B. von Robert Betz – zur absoluten Entschleunigung.
  • Durst: nehmt ein Getränk mit ins Bad. Der Körper soll sich durch das basische Bad beruhigen und reinigen. Stellt euch vor, ihr würdet eure Wäsche nur mit einem halben Liter Wasser waschen – sie würde nicht sauber werden.  Daher ist ausreichend trinken enorm wichtig. Meine Empfehlung: selbstgemachter Ingwer-Zitronen-Tee, der stärkt zusätzlich das Immunsystem!
  • Nur kein Druck: vergesst Sie nicht, vor dem Bad die Toilette aufzusuchen. Harndrang stört bei der Entspannung.
  • Duft und Co: geben keine (Ätherischen) Öle oder sonstige Badezusätze ins Wasser. Auf Schaum müsst ihr bei einem Basenbad verzichten, die Haut wird sich bedanken. Eine Aromalampe im Bad sorgt aber trotzdem für angenehmen Duft. Lavendel zum Beispiel hat einen ausbalancierenden Effekt, der Geist und Körper beruhigt.
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