5 Foodtrends 2021 – Genuss trifft auf Erlebnis

„People who Love to Eat Are Always the Best People!“ by Julia Child
Ich fand das Zitat der charmant-schrulligen TV-Köchin so entzückend, dass ich unbedingt mal einen Blogartikel damit eröffnen wollte. Et voilà – eröffnet! Und ich denke, die meisten „foodaffinen“ Leute werden mit dieser Aussage komplett d’accord sein. Also ich bin auf jeden Fall Team “Love to Eat” – alles rund um die Thematik Essen finde ich nicht nur wunderbar köstlich, sondern auch super interessant. Vor allem wenn es sich um Food-Neuigkeiten, spannende Weiterentwicklungen oder generell trendige Ernährungsgewohnheiten handelt. Daher finde ich es jedes Jahr wieder aufs neue spannend, wie sich der Zugang zum Thema Essen verändert bzw. welche „Genießer-Werte“ wir verstärkt ins Zentrum unserer Wahrnehmung rücken. Dazu wird vom Zukunftsinstitut jährlich eine Food-Trend-Map veröffentlicht, die uns Aufschluss über gewisse Entwicklungen liefert.
© zukunftsinstitut.de

Und aus dieser Abbildung habe ich die Top 5 Trends herausgepickt – man muss sagen, diese sind mir persönlich auch brutal wichtig geworden in den letzten Jahren. Auf die Gabel, fertig, los:

01 // Regionalität #supportyourlocals

Für mich persönlich der wohl tollste & schönste Trend – eine großartige Antwort auf die Globalisierung. Gourmets richten ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf Lebensmittel & Produkte. die im eigenen Land wachsen bzw. verarbeitet werden. Auch regionale Märkte erfahren einen tollen Aufschwung. Local Food bietet aufgrund der kurzen Transportwege eine Reihe von Vorteilen, wie bspw. den perfekten Reifezeitpunkt, Frische & Aromatik, man trägt positiv zum Klimaschutz bei, unterstützt die heimische Landwirtschaft, usw. Alles in allem ist es nicht nur gut für den Geschmack, sondern auch super für das eigene Gewissen. Außerdem ist der Marktbesuch generell schon ein tolles Erlebnis – es riecht gut, es gibt so viele verschiedene Eindrücke, und und und. Ich bin auf jeden Fall ein Fan davon. Nachdem die Themen Regionalität & Produktion verstärkt Anklang finden, springen auch Gastronomie & Hotellerie auf diesen Zug auf. Tolle Foodkonzepte mit lokalen Zulieferern werden kreiert bzw. alte, traditionelle Gerichte wieder neu interpretiert. Top!

02 // Kochgenuss zu hause – zwischen Gartln & Experimentieren

Wenn uns die derzeitige Zeit etwas gelernt hat, dann, dass man sich’s auch zu Hause gut gehen lassen kann – regional einkaufen und dann Zeit nehmen, um neue Gerichte auszuprobieren. Krisenzeiten beflügeln eben auch immer wieder Trends & Entwicklungen. Bananenbrot backen, selbst einen Sauerteig züchten, Kräuter & Gemüse im Hochbeet anbauen und noch viele andere „Experimente“ schafften es auf unsere Alltags-To-Do-Liste. Man hat sich auch wieder vermehrt dem Thema Haltbarkeit gewidmet, Einmachen & Fermentieren findet sich in einer neu geschätzten Renaissance wieder. Hat man am Ende sein Koch- oder Backprojekt erfolgreich abgeschlossen, erlebt man eine große Dosis Zufriedenheit, man teilt es mit Freunden und ist einfach stolz auf seine selbstgemachte Kreation. Es sei denn, es hat nicht ganz geklappt, dann muss man einfach nochmal ran. Übung macht den/die Meister-Koch/Köchin. 😉 

Es wird auch bald einen Blogartikel zu meinem Kombucha-Selbstversuch geben – ich bin selbst schon gespannt. Stay tuned!

03 // Essen als erlebnis #meetfood

Die Thematik Essen wird verstärkt erlebbar. Zuckersüße Feinkostläden, Vinotheken, DIY-Boxen mit detaillierter Anleitung, virtuelle Koch- & Backkurse bzw. gemeinsame Verkostungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Man hat somit die Möglichkeit einen besonders intensiven Einblick in die Verarbeitung bzw. Produktion zu bekommen und kann Teil des Geschehens werden. Es steigert auch definitiv den Bezug zu Produkten & Unternehmen.

04 // zuckerfrei & alkoholarm

Auch abseits des Tellerrandes entwickeln sich neue Trends – a la Liquide Evolution. Hier tut sich gerade sehr viel im Bereich des alkoholfreien Angebots – das wird massiv aufgestockt. Der Wunsch nach gesunden & alkoholfreien Getränken wird immer größer, jedoch möchte man nicht auf den Geschmack & Genuss verzichten. Limonaden mit natürlichen Zutaten, alkoholfreies Bier bzw. alkoholarmer Wein erfreuen sich großer Beliebtheit. In diesem Bereich wird auch viel mit Fermentation experimentiert – da wären wir wieder bei Kombucha 😉

05 // snackification

Dieser Trend besagt, dass die klassischen Mahlzeiten, wie Frühstück, Mittag- & Abendessen, mittlerweile der Vergangenheit angehören. Man möchte sich nicht mehr nur an fixe „Essenszeiten“ klammern, sondern stattdessen flexibler und experimentierfreudiger sein. Daher greifen wir je nach Hunger und Gelegenheit zu etwas kleineren Mahlzeiten – bunt gemischte Bowls, healthy Fast Food Varianten & Co. finden mittlerweile stärkeren Anklang als üppige Mittagsmahlzeiten. Ein wunderbares Mittel gegen das Nachmittagstief im Büro.

Wow – was für wunderbare Trends. Ich bin wirklich super happy, dass das Thema Essen in der Gesellschaft wieder einen Schritt mehr in Richtung „Wertigkeit“ erlebt. Damit meine ich nicht nur die vermehrte Wichtigkeit von Herkunft, Produktion & Qualität, sondern, dass wir auch ein stückweit sorgfältiger mit Lebensmittel umgehen – Stichwort Zero Waste. Wertschätzung & Respekt ist eben nicht nur in menschlichen Beziehungen gefragt, sondern auch in Bezug auf Lebensmittel & Genuss ein Keyfaktor!
Und das ist schön so! I like.

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