Strom sparen: Wie ihr mit einfachen Tipps euren Energieverbrauch senkt

Ihr habt es bestimmt schon mitbekommen: Strom und Gas werden knapper und dementsprechend teurer. Die Länder laufen in puncto Energie auf Sparflamme und ersuchen auch die Privathaushalte, den Verbrauch so weit wie möglich zu senken. Gute Gründe für einen achtsamen Umgang mit den Kapazitäten unserer Erde gibt es aber immer: Die Umwelt dankt es uns, und die Geldbörse auch. Wir zeigen euch, wie ihr mit ein paar praktischen Tipps euren Stromverbrauch sofort und nachhaltig verringern könnt.

Von A wie Akku bis Z wie Zimmertemperatur

Ganz oben auf der Liste der Stromspartricks finden sich die kleinen, in die Wand verbauten Quellen unserer Elektrizität: die Steckdosen. Hier gilt der Leitsatz: Alles, was dranhängt, frisst auch Energie. Der Akku eures Handys ist fertig aufgeladen?
Dann steckt doch nicht nur euer Smartphone, sondern auch gleich das ganze Ladegerät ab. Euer Fernseher und Laptop laufen auf Stand-by? Auch das verbraucht Energie, und zwar mehr, als der dunkle Bildschirm vermuten lässt. Hängt eure Geräte am besten an einen Verteiler mit Einschaltknopf. So könnt ihr mit nur einem Handgriff eure elektronischen Alltagsbegleiter vom Netz nehmen, wenn ihr sie gerade nicht braucht.

Ab und zu solltet ihr auch eure Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler, Kühlschrank und Waschmaschine überprüfen: Wie energiesparend sind sie und wie viele Dienstjahre haben sie schon auf dem Buckel? Natürlich sollt ihr eure Alltagshelfer auf keinen Fall regelmäßig auf den nächsten Mistplatz werfen, doch einen greisen Stromfresser auszutauschen ist nie verkehrt. Viele Maschinen, die mehrfach die Woche gebraucht werden, haben außerdem einen Eco-Modus. Dieser meistert Herausforderungen wie Schmutz, Schweiß und Co ebenso gut wie die Standard-Einstellung, ist dabei aber wesentlich sparsamer. Und was damals die Omama gesagt hat, gilt auch heute: Geschirrspüler und Waschmaschine erst einschalten, wenn sie wirklich voll sind! Wenn ihr könnt, verzichtet auch auf den Trockner. Das erledigen Wäscheständer und Frischlu immerhin ganz von selbst und ihr spart euch rund 50 Euro im Jahr.

Räume richtig temperieren

Im Sommer ist es uns üblicherweise zu heiß und im Winter zu kalt. Da laufen Klimaanlage und Heizung gerne mal im Dauerbetrieb – sind aber leider große Energieräuber. Jetzt, wo die kalte Jahreszeit näherkommt, solltet ihr einen genauen Blick auf eure Heizkörper
werfen: Stehen auch wirklich keine Möbel davor und sind die Fenster nirgends geöffnet, wenn ihr heizt? Energie spart ihr auch, wenn ihr die Zimmertemperatur immer auf einem ähnlichen Level haltet, denn starke Schwankungen auszugleichen verbraucht besonders
viel Strom. Im Sommer wiederum sind Außenjalousien eure Unterstützer, um die Hitze draußen zu halten und euch den Einsatz einer Klimaanlage zu ersparen. Wer eine kostengünstigere Variante bevorzugt, überzieht seine Fenster mit einer UV-Schutzfolie.
Diese ist selbstklebend und lenkt über 90 Prozent der UV-Strahlen ab. Sprich: Im Sommer habt ihr es kühler und im Winter bleibt euch die Wärme länger erhalten. Dank der silbernen Verspiegelung an der Außenseite genießt ihr zudem eine Extraportion
Privatsphäre. Einziges Manko: Die Folie dunkelt auch ein wenig ab, lässt sich aber rückstandslos entfernen, wenn ihr es euch doch wieder anders überlegt.

In der Küche: von Restwärme und Kühlschranktemperatur

Hätten unsere Küchen einen Soundtrack, es wäre mit Sicherheit die Titelmelodie von A Song of Ice and Fire. Denn hier treffen Hitze und Kälte täglich dampfend und zischend im Wechselspiel der Temperaturen aufeinander. Bei so viel frei werdender Energie lässt sich aber auch wunderbar Strom sparen. So verbraucht zum Beispiel ein Kühlschrank, der näher als 30 Zentimeter an der nächsten Wärmequelle (beispielsweise einem Herd) steht, wesentlich mehr Energie und sollte daher immer mit möglichst viel Abstand zu solchen Geräten platziert werden. Einen Blick auf das Innenleben eures Eisschranks zu werfen, schadet ebenfalls nicht: Wer gerade kein rohes Fleisch lagert, darf die Kühlschranktemperatur ruhig auf 7° Celsius hinaufschrauben. Für alltägliche Lebensmittel wie Eier, Käse und Co reicht das vollkommen aus. Dafür lieber frisch gekochte Speisen, die ihr später essen wollt, erst komplett abkühlen lassen, ehe ihr sie in den Eiskasten stellt – so erspart ihr eurem Kühlschrank das Ausgleichen großer Temperaturunterschiede.

Und jetzt zu heißeren Gefilden. Beim Kochen lässt sich ebenfalls eine ganze Menge Energie einsparen, beispielsweise beim Erhitzen von Wasser.

Hier gilt die Faustregel: Wenn ihr nicht mehr als eineinhalb Liter Wasser erhitzen wollt, greift am besten zum Wasserkocher.
Dieser bringt die Flüssigkeit rasch und effizient zum Blubbern, während beim Elektroherd erst die Platte, dann der Topf samt Wasser erhitzt werden müssen. Das rentiert sich erst bei größeren Litermengen (den passenden Deckel aber nicht vergessen!). Zudem strahlt die E-Herdplatte für weitere 20 Minuten Restwärme aus, weshalb ihr beim Kochen die Hitzequelle gerne schon etwas früher abdrehen könnt – das Essen wird trotzdem durch, versprochen. Übrigens: Wer ein Induktionsfeld hat, kocht besonders energieeffizient!

Im Badezimmer: der Mythos mit der Waschtemperatur

Wusstet ihr, dass eine Ladung Wäsche in einer 7-Kilogramm-Waschtrommel durchschnittlich 100 Liter Wasser verbraucht – etwa so viel wie ein Vollbad? Ein Großteil der Energie wird dabei fürs Erhitzen des Wassers aufgewendet. Ob ihr eure Kleidung also
mit 30 oder mit 40 Grad wascht, macht einen großen Unterschied: Allein durch diese weiteren 10 Grad verbraucht eine durchschnittliche Waschmaschine um 50 Prozent mehr Strom. Dabei sind Wäschen bei über 30 Grad erst bei wirklich stark verschmutzter Kleidung notwendig. Wer seine verschwitzten T-Shirts wieder frisch und sauber bekommen möchte,
hat auch bei geringen Graden Erfolg, denn die Waschmittel entfalten schon bei niedrigen Temperaturen ihre volle Kra . 60 Grad hingegen raffen auch die letzten Bakterien hinfort und sind nach Krankheit, Blutung oder Lausbefall notwendig. Wer übrigens auch beim Wasser sparen möchte, der installiert in Wasserhähnen und Duschköpfen einen sogenannten Durchflussbegrenzer. Diese kleine, einfach einzubauende Gummidichtung kann die durchfließende Wassermenge je nach Wunsch und Ausführung zum Beispiel auf fünf, sieben, neun oder elf Liter pro Minute reduzieren. Und ganz nebenbei spart ihr auch Strom, da weniger Wasser erhitzt werden muss. Praktisch, oder?

Und, seid ihr schon Stromspar-Profis oder habt ihr euch den einen oder anderen Tipp mitnehmen können? Wenn ihr wissen wollt, wie ökonomisch euer Stromverbrauch ist, macht doch einfach mal den Energiespar-Check und findet es heraus. Wir wünschen
erfolgreiches Einsparen und ein paar Extra-Euros zum Jahresende!

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