Sieben Schritte zur perfekten Sandburg

Sandburgenbauen gehört zum Strandurlaub wie Eisessen. Oft ärgert man sich aber, weil ein Türmchen nicht so hält, wie man es gerne möchte oder weil das Endresultat nicht so aussieht, wie man es geplant hatte. Wir möchten dir deshalb die sieben Schritte zum Erfolg zeigen. Damit (und mit ein bisschen Übung) gelingt dir im nächsten Urlaub bestimmt eine prunkvolle Burg!

1. Planung ist die halbe Miete

Na, liebe Hobbyarchitektin bzw. lieber Hobbyarchitekt: Bereit für deinen ersten großen Auftritt? Eine richtig schöne Sandburg braucht nämlich einiges an Planung und sollte gut durchdacht sein. Wo möchtest du deinen höchsten Turm platzieren? Wie sieht der generelle Aufbau deiner Burg aus? Solls eher eine klassische Ritterburg mit vier Türmen und Wänden dazwischen werden? Möchtest du vielleicht deine Lieblingsburg von Game of Thrones nachbauen (Redaktionstipp: Königsmund schaut als Sandgebilde sicher genial aus)? Oder willst du einfach deine persönliche Burg nach deinen Vorstellungen umsetzen? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und: Sand ist ein sehr geduldiger Baustoff. 😉 

2. Finde den passenden Standort

Der Standort deiner Burg ist auch hier entscheidend. Baust du die Burg zu nah ans Wasser, wird dein Bauwerk unter Umständen der nächsten Welle zum Opfer fallen. Baust du sie zu nah an Besucherströmen wird der ein oder andere Fußabdruck deine Architektur prägen. In der prallen Sonne wird deine Burg sehr rasch austrocknen und damit zerbröseln. Der beste Standort ist also irgendwo abseits des Wassers und der großen Besuchermassen sowie möglichst schattig. Im Notfall kannst du dir auch mit einem Sonnenschirm helfen.

3. Bau deiner Burg ein Fundament

Wie im echten Hausbau ist auch hier das Fundament entscheidend. Nur auf geradem und befestigtem Untergrund kann eine schöne Burg entstehen. Deshalb empfehlen wir dir vor Baubeginn Fremdkörper (Steckerl, Steine,…) zu entfernen. Anschließend befeuchtest du den gewählten Ort und befestigst ihn durch stampfende Schritte. Zum Abschluss begradigst du die Fläche. 

4. Bereite deinen Baustoff vor

So wie der Zement den Mörtel zusammenhält, dient Wasser dem Sand als Bindemittel. Wer meint, man kann einfach irgendeine Menge Wasser mit irgendeiner Menge Sand vermischen, liegt falsch. Matthew Bennet, Wissenschaftler an der Bournemouth Universität in England, hat die Mischmenge genau berechnet und dazu auch eine Formel aufgestellt:

WM (Wassermenge) = 0,125 x SM (Sandmenge)

Umgeformt bedeutet das also, ein Teil Wasser und sieben Teile Sand ergeben die perfekte Mischung mit der höchsten Standkraft. Übrigens, noch ein Profi-Tipp: Verwende für die Mischung ruhig verunreinigtes Wasser! Denn je mehr Schmutzpartikel (Algen, Salz, Schlamm,…) im Wasser enthalten sind, desto eher bildet sich beim Trocknen eine Kruste, die die Sandburg auch dann noch zusammenhält.

5. Das richtige Werkzeug

Je mehr Formen du hast, desto individueller kannst du deine Burg auch gestalten. Als Form dient alles, was sich mit Sand befüllen und stürzen lässt. Sei also ruhig kreativ und nutze auch Dinge, die im ersten Anschein nicht unbedingt zum Sandburgenbau verwendet werden sollten (z.B. eine leere, aufgeschnittene Sonnencreme-Flasche oder einen Trichter). Zum Mischen benötigst du eine Schaufel und einen Kübel. Außerdem empfehlen wir dir, für die Details auch mit feineren Werkzeugen wie einem Spatel oder einem Messer zu arbeiten.

6. Der Aufbau

Beginne am besten immer mit deinem größten Turm und arbeite dich dann zu den kleineren Etagen vor. Sobald alle Türme stehen, kannst du mit dem Bau der Mauern beginnen. Zu guter Letzt folgen Dächer und Brüstungen. Größere Türme bildest du einfach, indem du mehrere Formen aufeinanderstapelst. Achte dabei besonders auf die Stabilität der unteren Etagen. Diese erreichst du am besten, wenn du den Sand möglichst dicht in deine Formen füllst. Hau also ruhig kräftig zu!

7. Die Dekoration

Deine Grundburg steht und sieht gut aus? Perfekt! Dann folgen nun noch kleinere Details und Dekorationen. Erlaubt ist, was dir gefällt und auch hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Schabe kleine Fenster in deine Türme oder lege Wege aus Muscheln. Nutze kleine Steine als Mauern oder baue eine Brücke aus Stöckchen und Seegras. In diesem Schritt erhält deine Burg ihren letzten Schliff.

Wir hoffen, dass du mit diesen Tipps deinen Traum aus Sand verwirklichen kannst! Denk dabei aber immer daran: Der Spaß muss im Vordergrund stehen und auch eine nicht so perfekte Sandburg verstrahlt definitiv eine große Menge Summer-Feeling – vor allem wenn sie im Kreis deiner Familie oder Freunde gebaut wurde und du im Hintergrund dem Rauschen des Meeres lauschen kannst! 😊

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