Osterbräuche mal sieben

Ein rotes Ei bringt Glück herbei! Die Eiersuche zu Ostern ist sicher eine der beliebtesten Traditionen – welches Kind liebt es nicht loszuziehen, um versteckte Eier zu suchen? Aber welche Bräuche gibt es noch rund um Ostern? Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch unsere Falkensteiner-Destinationen:

Österreich

Bekanntermaßen bleibt in Österreich von Gründonnerstag bis Karsamstag das Kirchengeläut stumm, weil die Glocken der Überlieferung nach Rom geflogen sind. Stattdessen ziehen Kinder mit sogenannten „Ratschen“, hölzernen Klapperinstrumenten durch die Dörfer und sagen Sprüche auf. Dafür gibt es Ostereier, Süßigkeiten und Münzen. 2015 wurde das Ratschen in der Karwoche von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe in Österreich anerkannt.

Italien

„Natale con i tuoi, pasqua con chi vuoi“ – Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem du willst. Nach diesem Motto verbringt man Ostern mit der Familie und vielen Freunden. Den süßen Abschluss des mehrgängigen Osteressens bildet die „Colomba pasquale“. Das ist ein Hefekuchen, der in Form einer Taube (als Symbol für Jesus) gebacken und mit Mandeln oder auch Rosinen dekoriert wird.

Kroatien

Die Pome bildet oben ein von Palmblättern geformtes Kreuz. Ursprünglich wurden die Pome ausschließlich von Kindern in die Kirche gebracht, sodass die Familien, die keine Kinder hatten, oder deren Kinder schon erwachsen waren, anderen Kindern aus der Nachbarschaft die Zweige geben können. Der Hintergrund dafür: Die Kinder, die eine Pome in die Kirche mitbrachten, waren sehr froh darüber, da sie zwei Ostereier bekamen, anstatt nur eines.

TSCHECHIEN

Eine recht skurrile Ostertradition gibt es in Tschechien. Dort dürfen Männer den jungen Frauen ganz leicht mit geflochtenen Weidenruten auf die Beine schlagen. Laut dem Tschechischen Fremdenverkehrsamt hat dieser Brauch eine lange Tradition und soll Gesundheit und Jugend bringen.

Slowakei

Hier bäckt man das sogenannte „Hrudka“, ein Brot aus Eiern und Milch. Das Brot steht für Fruchtbarkeit und einen neuen Anfang.

Serbien & Montenegro

Ostern in Serbien und Montenegro unterscheiden sich nicht, da beide Länder christlich-orthodox sind. Hier treffen wir wieder auf die roten Eier. Hier werden die Ostereier erst am Samstag gefärbt und das erste gefärbte Ei muss rot sein. Dieses Ei – genannt čuvarkuća – wird sogar ein Jahr lang aufgehoben und erst dann weggeworfen. Das soll Glück bringen.

Die freien Tage rund um Ostern eignen sich natürlich auch gut dazu, um einen Kurzurlaub zu planen und zum Beispiel einen der vielen schönen Ostermärkte zu besuchen oder die ersten Frühlingsstrahlen am See zu genießen. In diesem Sinne:

Frohe Ostern!

Close
Close