Fastenzeit oder einfach nur spaßbefreit?

Ab nächster Woche ist es wieder soweit: die Fastenzeit bricht wieder ins Land – und mit ihr unzählige Verzichte, gepaart mit den kreativsten Ausnahmeregeln. Bis jetzt habe ich die Fastenzeit immer nur aus der passiven Rolle miterlebt. Während sich alle möglichen Bekannten und Familienmitglieder der 40-Tage-Challenge gestellt haben, habe ich meinen Genuss in keinster Weise eingeschränkt. Also bis auf Aschermittwoch und Karfreitag natürlich – diese zwei Tage sind mir noch aus meiner Schulzeit als strenge Fasttage in Erinnerung. Und sind wir uns ehrlich, der Aschermittwoch ist mit Abstand der einfachste Tag von allen, da man zumeist am Faschingsdienstag eh ein bisschen zu tief ins Glas schaut. Somit ist der Appetit und das Interesse wieder Alkohol zu trinken am nächsten Tag dementsprechend gering.

Fasten-Experience mal zwei 

Für die Fastenzeit 2020 habe ich, Kathi übrigens mein Name, mich in meiner jugendlichen Naivität zu einer Fasten-Challenge hinreißen lassen. Wie das genau passiert ist – keine Ahnung – ich war wohl etwas übermütig. Denn als wir vor einem Monat im Office über die Fastenzeit gesprochen haben und meine Kollegin Claudia durch die Runde fragte, wer denn aller Vorsätze für die Fastenzeit einhalten möchte bzw. ob wer einen Selbstversuch mit ihr gemeinsam wagen möchte, wurde es von der einen auf die andere Sekunde bemerkenswert ruhig im Raum. Man konnte förmlich die Grillen aus dem Schönbrunner Tierpark zirpen hören.

Tja und dann ist es auch schon passiert – ich habe mich freiwillig für den Selbstversuch gemeldet. In diesem Moment war ich der Meinung, dass die Fastenzeit für mich keinerlei Problem darstellen könnte und ich, nicht unbedingt easy aber doch, auf Alkohol in jeglicher Form verzichten könne. Naja und jetzt schön langsam, ein paar Tage vor Beginn der Challenge, wird mir erst bewusst, wie viele Feierlichkeiten, Weinverkostungen und Mädelsabende in 40 Tagen stattfinden können. To be honest: So viele Joker gibt es nicht, dass ich alles abdecke.

Es wird also definitiv eine spannende Herausforderung als passionierte Wein-, Bier- & Gin-Tonic-Genießerin die nächsten Veranstaltungen, Partys und gemütlichen Pub-Abende mit Soda-Zitron oder ähnlichem zu verbringen.

Mein Magen und meine Leber werden definitv die nächsten 40 Tage etwas verwirrt sein.

Vor allem sperren die ersten Heurigenlokale im März auf und einige Jungweinverkostungen stehen an.

Was dem einem der Wein

Ähnlich wie Kathi geht es auch mir. Fastenerfahrung gleich null und schon immer hatte ich großen Respekt vor Projekten wie diesen. Disziplin in Sachen Ernährung war noch nie meine Stärke. Mein Laster: der Zucker – besser gesagt: ein dunkles, picksüßes Getränk in der ikonischen Flasche. Hallo, mein Name ist Claudia, und ich verzichte 40 Tage auf Zucker. Aufgrund meines „Suchtgrades“ habe ich mich allerdings für die light Variante entschieden. Keine Süßigkeiten, kein raffinierter Zucker. Keine industriell gefertigten Softdrinks und kein Zuckerersatzstoff. Obst ist erlaubt. Brot auch. Bitte lasst mir wenigstens mein Brot! Wie es mir dabei gehen wird? Keine Ahnung. Die Joker. Tja die werde ich auf jeden Fall brauchen. Als wir uns zu dem Projekt entschlossen haben, war es noch so angenehm weit weg. Doch heute geht es los. Tag 1 der Fastenchallenge. und wir werden sehen ob unsere Kollegen und Kolleginnen es in dieser Zeit mir uns aushalten, oder ob unsere „Entzugserscheinungen“ und Gelüste doch den einen oder anderen Tag bestimmen werden. Wünscht uns Glück!

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