Barfuß durch die Welt

Barfuß gehen ist für viele das ultimative Urlaubsgefühl – egal ob mit Sand zwischen den Zehen oder federndem Wald- und Wiesenboden unter den Ballen. Schon allein wegen diesem befreiten Gefühl sollten wir viel öfter „unten ohne“ gehen. Außerdem bringt es zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich. Und genau diesen gehen wir im folgenden Beitrag auf den Grund.

Mehr als nur Fußgesundheit

Unsere Füße tragen uns nicht nur wortwörtlich durchs Leben, sie sind mit rund einem Viertel unserer Knochen (ganzen 26 an der Zahl), 33 Gelenken und 19 Muskeln ein nicht zu unterschätzender Bestandteil des menschlichen Körpers. Durch das Tragen von Schuhen schränken wir unsere Füße jedoch in ihrer natürlichen Form ein und verformen sie, selbst in Schuhen welche unserer Größe entsprechen.

Die Folgen sind weitreichend und umfassen Rückenschmerzen, Knieprobleme oder Hüftleiden. Wer viel Barfuß geht, beugt diesen nicht nur vor, durch das Barfuß gehen können viele Beschwerden auch reversiert werden. Gleichzeitig trainiert man alle beteiligten Muskelgruppen, da der Fuß Unebenheiten im Boden ausgleichen und zusätzlich als Stoßdämpfer für die Bandscheiben arbeiten muss – eine Aufgabe, die Fußbetten und dicke Sohlen ihm sonst abnehmen würden. Ganz nebenbei wird durch die gesteigerte Durchblutung auch der Bildung von Krampfadern vorgebeugt.

Was Pfarrer Kneipp schon wusste

Das „Kneippen“ ist seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil vieler Wellnessanwendungen und auch in den Lehren des Pfarrer Kneipp spielte das Barfuß gehen eine wichtige Rolle. Über feuchte Wiesenböden, im Wasser (das sogenannte „Wassertreten“) oder Schnee – die Füße werden verstärkt durchblutet, wodurch der Körper vermehrt Wärme produziert und das Immunsystem durch Abhärtung gestärkt wird. Nicht umsonst wurde die Praktik von Kneipp als „Naturarznei“ beschrieben und sogar gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Verschiedene Untergründe setzen unsere Füße unterschiedlichsten Reizen aus – das Prinzip des Barfußpfads

Barfußpfade und Kneippbecken, wie beispielsweise im Außenbereich des Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfelden, bieten eine einfache aber effektive Möglichkeit Barfuß zu gehen und die Füße unterschiedlichen Reizen auszusetzen. Durch die vielen Eindrücke, welche an das Gehirn gesendet werden, fällt es leichter sich von alltäglichen Gedanken und Problemen zu befreien und Stress abzubauen.

Wellness für die Füße

An unseren Füßen finden sind über 70.000 Nervenenden angesiedelt, die dazugehörigen Nervenbahnen verbinden die Fußsohlen mit unseren inneren Organen. Die Stimulation unserer Fußsohlen hat somit eine direkte Auswirkung auf das entsprechende Organ – das Prinzip, welches der Fußreflexzonen Massage zu Grunde liegt. Eine Anwendung, die jedes namhafte Wellnesshotel anbietet und die es sich auszuprobieren lohnt.

Unsere Füße möchten auch gepflegt werden: regelmäßige Fuß- und Nagelpflege durch den Profi ist dabei kein Luxus sondern sollten regelmäßig durchgeführt werden um abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Selbst Nagelfehlstellungen können durch ausgebildetes Personal effektiv behoben werden.

Auch bei Fußpilz sollte ein Spezialist aufgesucht werden. Dieser entsteht entgegen der weitverbreiteten Annahme nicht durch die Berührung mit unreinen Oberflächen, sondern vorrangig durch das Tragen schlechtgelüfteter Schuhe – ein weiterer Faktor der das Barfußgehen begünstigt.

 

Barfuß durch den Alltag

Auch im Alltag ist das Barfußgehen längst nicht mehr nur Hippies und Surfern vorbehalten 😉 Am einfachsten lässt es sich sicherlich zuhause umsetzen, dann am besten auch ohne Socken, da diese den Fuß ebenfalls einschränken können. Außerhalb der eigenen vier Wände kann man ebenfalls beginnen kurze Strecken ohne Schuhwerk zurückzulegen.

 Wem das für den Anfang einen Schritt zu weit geht, der entdeckt vielleicht die sogenannten „Barfußschuhe“ für sich – diese zeichnen sich durch ihre dünnen Sohlen und breiten Schnitt aus, wodurch sie den Fuß so nicht einschränken aber dennoch Schutz bieten. Wenn der Job es erlaubt, kann man auch am Arbeitsplatz getrost einmal die Schuhe ausziehen und die Füße unter dem Schreibtisch aktiv bewegen. Dabei nicht auf die Zehen vergessen! Tücher und in weiterer Folge kleine Gegenstände (z.B. Stifte) aufheben trainiert die Muskulatur und schult die Koordination.

Gerade zu Beginn bedarf das Barfuß gehen einer zusätzlichen Portion Aufmerksamkeit. Bewegt man sich ohne Schuhwerk durch den Alltag nimmt man seine Wege besonders intensiv war. Egal ob frische Wiese, kühler Waldboden oder warmer Asphaltboden mit den winzig kleinen Steinchen, die auf der Fußsohle kitzeln – all diese verschiedenen Formen schulen unsere Wahrnehmung. Dadurch werden wir nicht nur achtsamer was unsere Umgebung betrifft, sondern wir entschleunigen dabei automatisch.  Probiert es doch selbst mal wieder aus – und genießt die Natur ganz einfach Barfuß. 👣

 

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