Vegan Carinthian Reindling

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Julia Lorber
Millenial & plant-based Foodie mit Feminismus im Blut und einer ausgeprägten Liebe zu Wörtern, Menschen- und Hundebabys. Prosecco-trinkende Philanthropin mit Sehnsucht nach fernen Orten, Interesse an der menschlichen Psyche und einem Hang zu den schönen Künsten. Spa Babe mit Tiefgang.

Was Schmankerln aus den Bundesländern angeht, hört der Spaß oft recht schnell auf. Selbst diejenigen, die von Patriotismus so weit entfernt sind, wie Gabalier vom Gender Studies Studium, können tendenziell empfindlich darauf reagieren, wenn die heißgeliebten Spezialitäten verunglimpft werden. In Kärnten geht natürlich nichts über Kasnudeln und Reindling. Man stelle sich nun vor, jemand würde letzteren salopp als “Germ-Guglhupf” bezeichnen – nun ja, diese Person bewegte sich definitiv auf dünnem Eis. So geschehen beim Backversuch des Osterklassikers am Wochenende. Mit genügend Humor steht man da aber natürlich drüber und erfreut sich am gelungenen Produkt des urheimatlichen Kulturguts.
Wie soll er nun sein, der perfekte Kärntner Reindling? Wenngleich sich die Geister in Geschmacksfragen zwangsläufig scheiden, gibt es vermutlich einen Grundtenor: saftig und flaumig! Ob mit oder ohne Rosinen, in der Nussvariante etc., ist natürlich jedem selbst überlassen. Das heutige Rezept stattet euch jedenfalls mit dem Grundwerkzeug aus, um euren veganen Reindling zu backen. Also, genügend Zimt nachhause richten und ran ans ‘Reindl’ (Backform oder Topf)! Viel Spaß beim Ausprobieren – das Rezept ist wirklich ziemlich gelingsicher. Happy Easter! 

Zutaten
  • 500g Mehl
  • 1/2 Würfel Germ oder 1,5 Packerl Trockenhefe
  • 70g pflanzliche Butter
  • 250ml handwarme Soja- oder Hafermilch
  • 3 TL Ei-Ersatzpulver
  • 70g Zucker
  • Geriebene Schale einer halben Zitrone
    Eine Prise Salz
  • 1 TL Anis gemahlen (optional)
  • ca. 60g warme Butter
  • 80g Rohrzucker
  • 20g Zimt
  • Einen Schuss Rum (optional)

Für eine karamellisierte Zuckerkruste zusätzlich Butter und Rohrzucker zum bedecken der Backform einberechnen.

Zubereitung
  1. Im ersten Schritt alle trockenen Zutaten miteinander verrühren.
  2. In die Mitte der Mischung eine Kuhle machen und kleine Stückchen des Germs hineingeben. Mit der lauwarmen Milch bedecken und eine Prise Zucker darüber rieseln lassen. Ungefähr 15 min. zugedeckt ziehen lassen, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
  3. Nun gut verrühren und die trockenen Zutaten vom Rand der Schüssel einarbeiten. Dafür mittels Kochlöffel zügig unterheben, damit ein geschmeidiger Teig entsteht, der Luft einschließt. Die Teigkugel etwa eine Stunde zugedeckt rasten lassen (im warmen Wasserbad der Spüle, ansonsten länger!).
  4. Inzwischen das Backrohr auf 160 Grad vorheizen und die Füllung vorbereiten. Dafür Butter schmelzen lassen, Zucker und Zimt sowie Rum dazugeben. Optional auch Rosinen.
  5. Den Germteig eckig ausrollen und dick mit der Zimtmischung bestreichen. Im Zweifel lieber zu viel als zu wenig Fülle verwenden und etwas mehr abrühren.
  6. Den bedeckten Teig eng einrollen, wie bei einer Roulade, und kreisförmig in eine gebutterte, gezuckerte Backform legen.
  7. Nochmal für 15 Minuten in der Form rasten lassen, mit etwas flüssiger Butter begießen und bei 160 Grad Heißluft 50 min. bis eine Stunde im Ofen backen.

Dass der Reindling gänzlich ohne tierische Produkte auskommt, merkt garantiert niemand! Schmeckt wunderbar fluffig und ist vom Original nicht zu unterscheiden 🙂  
Lasst es euch schmecken!

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