Schwimmen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Wenn wir ein Hotel mit Pool gebucht haben, fragen wir gleich beim Check-In nach, wann der Pool morgens öffnet. Sport am Morgen beeinflusst den kompletten Tag. Es lohnt sich also, vor dem Frühstück ein paar Bahnen zu ziehen, denn Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Warum genau, das möchten wir dir in diesem Artikel kurz erklären.

Früher haben wir uns immer gefragt, ob die Menschen verrückt sind, die im Urlaub vor dem Frühstück schon in den Pool oder ins Meer springen. Mittlerweile gehören wir selbst zu „den Verrückten“ und möchten euch mit dieser Idee gerne anstecken.

GESUND FÜR DEN KÖRPER

Es gibt keinen besseren morgendlichen Weckdienst als Frühsport. Auch wenn es schwerfällt, im Urlaub die Snooze-Taste gegen die Badesachen zu tauchen, glaubt uns: ihr werdet belohnt. Spätestens wenn ihr beim Frühstück sitzt, denn meistens ist der Kaffee dann überflüssig, ihr seid nämlich schon hellwach!

Wichtig dabei ist die richtige Dosierung. Niemand muss vor dem Frühstück schon Höchstleistungen erbringen, ihr könnt auch mit ganz gemütlichen Bahnen beginnen.

Beim Schwimmen werden quasi alle Muskeln trainiert, auch die Herzmuskeln. Der große Vorteil beim Schwimmen gegenüber anderen Trainingsarten, wie beispielsweise Laufen: Die Bänder und Gelenke werden dabei geschont.

Da beim Schwimmen auch Muskelgruppen zum Einsatz kommen, die sonst weniger beansprucht werden, wird der ganze Körper gekräftigt. Das sind aber noch lange nicht alle Vorteile. Durch die Bewegung wird der Stoffwechsel angeregt. Beim 30-minütigem Brustschwimmen verbraucht man ungefähr 260 Kalorien, beim Kraulen sind es sogar 450 Kalorien.

Während die Fettpolster schrumpfen, freut sich das Immunsystem. Während wir im Wasser sind, gibt unser Körper Wärme an das Wasser ab. Der Wärmeverlust ist eine gute Übung für das Immunsystem und den Energiestoffwechsel.

Es hängt zwar vom individuellen Biorhythmus ab, ob man eher der Typ für Sport am Morgen oder Abend ist, aber es gibt auf jeden Fall ein schlagendes Argument für Frühsport: Da die Kohlenhydratspeicher meistens leer sind nach dem Aufstehen, holt sich der Körper die notwendige Energie vermehrt aus den Fettreserven. Wer sich vor dem Frühstück bewegt, verbrennt demnach 20 Prozent mehr Fett.

GESUND FÜR DEN GEIST

Nicht nur das Herz-Kreislauf-System wird beim Schwimmen hochgefahren, sondern auch die gute Laune. Beim Sport schüttet der Körper Endorphine (Glückshormone) aus. Wasser hat zusätzlich eine besondere Wirkung auf den Körper.

Wer ein paar Bahnen schwimmt und dabei auch untertaucht, konzentriert sich meistens auf die richtige Ausführung der Schwimmzüge und auf die Atmung – alle anderen Sorgen werden für den Moment ausgeblendet. Für uns hat Schwimmen auch immer eine meditative Wirkung, wenn wir dabei noch die Berge sehen – perfekt!
Wer anschließend aus dem Becken steigt, ist im Kopf frei, fühlt sich ausgewogen und ist fit für den Tag.

TIPPS FÜR DAS SCHWIMMTRAINING

Damit die positiven Effekte nach dem Schwimmen auch eintreten und ihr im Nachhinein nicht völlig verspannt in den Tag startet, haben wir euch ein paar Tipps für eine gute Schwimmtechnik zusammengeschrieben:

  • Auch beim Brustschwimmen Brille tragen, damit der Kopf ins Wasser eintauchen kann, ansonsten belastet man die Halswirbelsäule, den Nacken oder den Rücken.
  • Beim Auftauchen muss nicht der ganze Kopf aus dem Wasser gehoben werden, sondern nur Nase und Mund, sodass problemlos eingeatmet werden kann.
  • Rückenschwimmen entlastet Kopf und Nacken.

FAZIT

Wenn ihr die Möglichkeit habt morgens Schwimmen zu gehen, dann ergreift sie. Bei keiner anderen Sportart könnt ihr so viele Muskelgruppen gleichzeitig trainieren, die Gelenke schonen und das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen. Ach ja und nebenbei werden auch noch ordentlich Kalorien verbrannt. Wenn ihr am selben Tag noch eine fünfstündige Wanderung vor euch habt, dann schwimmt einfach nur ein paar lockere Bahnen und seht die Schwimmeinheit eher als Warm-Up. Also: Raus aus den Federn, rein in den Pool und schwimmt euch glücklich.

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