Ein Tag Segeln in Kroatien: Ausflug zu den Kornati-Inseln bei Zadar

Vielleicht habt ihr auch schon mal ein Segelboot gesehen und sofort die Sehnsucht verspürt, mal selbst den Wind in den Haaren zu spüren und lautlos über das Meer zu gleiten. Einer der schönsten Orte im Mittelmeer für einen Segelausflug ist mit Sicherheit Kroatien. Die 1.700 Kilometer lange Küste und die vorgelagerten Inseln sind ein Paradies für Segler. Ein guter Ausgangspunkt für einen eintägigen Segeltörn in Kroatien ist Zadar. Dort könnt ihr die Inselgruppe der Kornaten entdecken.

Segeln in Kroatien wird immer beliebter. Auch ohne Segelschein könnt ihr mit einem Skipper, der das Boot steuert, mehrere Tage auf dem Wasser unterwegs sein. Wenn ihr noch nie segeln wart, ist es allerdings ratsam, erst mal bei einem eintägigen Ausflug zu testen, wie euch diese Art von Fortbewegung auf dem Wasser gefällt. Sobald das Boot durch die Kraft des Windes angetrieben wird, kann es schon mal sein, dass man etwas in Schräglage gerät. Keine Sorge: Kippen kann ein Segelboot eigentlich nicht. Unter dem Segelboot befindet sich ein sogenannter Ballastkiel, der als Gegengewicht zu den Masten dient.

Das Schöne am Segeln ist auf jeden Fall die Nähe zur Natur: keine Motorengeräusche, nur der Wind, die Wellen und das Meer. In Kroatien könnt ihr in zahlreichen Buchten einen Stopp einlegen zum Schwimmen und Schnorcheln. Einfach direkt vom Boot rein ins glasklare, türkisblaue Wasser springen.

DIE KORNATI-INSELN

Ein besonders schöner Ort für einen Segelausflug in Kroatien ist die Inselgruppe bei Zadar. Die Kornati-Inseln, oder auch Kornaten genannt, umfassen 150 kleine Inseln, die größtenteils unter Naturschutz stehen und nicht bewohnt sind. Einzige Ausnahme sind hier die größeren, Inseln Dugi Otok, Pašman, Vrgada und Murter. Zwischen den zahlreichen Inseln verstecken sich wunderschöne Traumstrände, Buchten und Schnorchelplätze, die man am besten mit dem Segelboot erkundet.

Das besondere an den Inseln ist die Vegetation – die fehlt hier nämlich fast komplett. Es wachsen nur ein paar Büsche, Gräser und vereinzelt Bäume, ansonsten überwiegt die Kalkstein-Landschaft.

UNSERE ERFAHRUNG BEI EINER TAGESTOUR

Um die Kornaten bei einem Segelausflug zu erkunden, müsst ihr euch im Vorfeld für einen Anbieter entscheiden. Ihr könnt entweder im Vorfeld online einen Ausflug buchen (z.B. über GetYourGuide) oder direkt vor Ort in eurem Hotel nach Empfehlungen fragen. Wir haben im Falkensteiner Club Funimation Borik direkt bei Zadar übernachtet, dort wird im hauseigenen Reisebüro ein eintägiger Segeltörn zu den Kornati-Inseln angeboten. Du brauchst dich in diesem Hotel also nicht vorab um eine Tour kümmern, sondern buchst es direkt vor Ort.

Die Anlegestelle und somit auch das Boarding fand direkt am Yachthafen in Borik statt, 200 Meter vom Hotel entfernt. Frag am besten im Vorfeld nach der Größe des Segelbootes. Auf unserem fanden maximal 7 Passagiere Platz – optimal. Wir bevorzugen eher kleinere Gruppen.

DIE ROUTE

Unser Skipper Philippe kannte das Boote wie seine eigene Westentasche und innerhalb kürzester Zeit verließen wir den Hafen und schipperten Richtung Naturpark Telašćica, der sich an der südöstlichen Spitze der Insel Dugi Otok befindet. Während der dreistündigen Fahrt bis zum ersten Stopp blieben die Segel leider noch zusammengerollt, da der Wind zu schwach war und wir sonst kaum vorwärtsgekommen wären. Tja, auch das kann vorkommen beim Segeln, aber der Wind kann sich im Laufe eines Tages auch mehrmals ändern.

Wir konnten es trotzdem genießen. Vorne auf dem Segelschiff lässt es sich ganz gut entspannen und das Boot bewegt sich trotz Motor nur gemächlich. Unser erster Stopp war die Badebucht Uvala Mir im Naturpark Telašćica. Hier gibt es zwei Konobas, mehrere Anlegestege und eine kleine Badebucht. Hier ist man selten allein, denn Uvala Mir ist der perfekte Ausgangpunkt für eine kleine 10-minütige Wanderung zu den Klippen von Dugi Otok, einer der Top-Sehenswürdigkeiten und zum warmen Süßwassersee Lago Mir. Vor allem die steilen Felsklippen haben uns wirklich fasziniert. Sie ragen bis zu 61 Meter steil in die Höhe und werden auch „Teufelsklippen“ genannt. Wir persönlich fanden das Meer zum Baden verlockender als den Süßwassersee, aber ein kleiner Abstecher lohnt sich trotzdem. Wer mehr Zeit hat, kann auch den Eseln auf der Insel einen kleinen Besuch abstatten und sie mit Leckerlis füttern. Ein großer Vorteil, wenn man den Ausflug mit einem Segelboot macht: Es ist viel langsamer als die Motorboote und so kommt es, dass die Motorboote schon wieder von Uvala Mir abfahren, wenn ihr mit dem Segelboot ankommt. So befinden sich dort deutlich weniger Leute.

Dann ging unser Segeltrip weiter und unser Skipper suchte sich zwischen all den Inseln noch einen weiteren, einsamen Ankerplatz aus. Das Wasser war hier besonders klar und man sah bereits vom Boot aus einige Fische. Also heißt es Taucherbrille aufsetzen und ab ins Wasser.

Auf dem Weg zurück nach Zadar wurde der Motor dann zum Glück vom Wind abgelöst. Wir durften beim Setzen der Segel sogar mithelfen und unser Skipper Philippe beantwortete all unsere Fragen, die wir als Laien zum Segeln hatten. Obwohl wir das Gefühl hatten, schon sehr stark in Schräglage zu sein, meinte er, dass sei noch harmlos im Vergleich zu stärkeren Windgeschwindigkeiten.

FREIHEITSGEFÜHL PUR

Der eintägiger Segeltörn zu den Kornati-Inseln war wirklich ein einmaliges Erlebnis und eines unserer schönsten Erlebnisse in Kroatien. Wir saßen stundenlang auf dem Boot und haben aufs Wasser geblickt, während sich ein Freiheitsgefühl in uns breit machte. Wir wurden auf jeden Fall vom Segelfieber angesteckt und kommen gerne wieder nach Kroatien. Wenn ihr ebenfalls Lust habt, durch die kaum bewachsenen Inseln zu schippern und immer wieder in das glasklare Meer zu springen, dann ab nach Zadar.

Falkensteiner Club Funimation Borik

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