5 Gründe, warum sich eine Sonnenaufgangstour im Herbst lohnt

05:30 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Wir ziehen uns dicke Socken und eine warme Jacke an, packen die Stirnlampe ein und machen uns auf den Weg zur Sonnenaufgangswanderung. Vor allem im Herbst, wenn die Tage anfangen kürzer zu werden, lieben wir es, die ersten Sonnenstrahlen des Tages einzusaugen und den Tag mit etwas Bewegung zu starten.

Wir möchten mit diesem Artikel jeden Morgenmuffel davon überzeugen, dass es sich lohnt, im Herbst früh aufzustehen für eine Sonnenaufgangswanderung!  Auch wenn es für manche eine große Überwindung ist, früher als gewohnt aufzustehen und rauszugehen, man bereut es nicht.
5 Gründe, die den inneren Schweinehund mit Sicherheit überzeugen:

1) Fairer Wecker-Deal

Das praktische am Herbst: Die Sonne geht viel später auf als noch im Sommer. Das heißt, für eine Sonnenaufgangswanderung müsst ihr nicht um 3 Uhr morgens aufstehen. Der Wecker kann im Herbst zu einer humanen Uhrzeit zwischen 5 und 6 gestellt werden. Das ist doch ein fairer Deal. Einfach etwas früher ins Bett, die Wandersachen am besten schon am Vorabend parat hinlegen und den Wecker so platzieren, dass er nicht überhört werden kann.

Tipp: Wenn ihr eure Aufstehzeit berechnet, bedenkt, dass in den Bergen die Sonne ein paar Minuten mehr braucht, um über die Berge zu wandern. Plant trotzdem immer Puffer ein. Es wäre schließlich ärgerlich, wenn die Sonne ohne euch aufgeht.

2) Wach in den Tag starten

Die frische, kalte Luft am Morgen macht wach. Selbst wenn ihr noch müde seid, wenn der Wecker klingelt, spätestens wenn ihr vor die Türe geht und die ersten Schritte in der Dunkelheit wandert, werdet ihr hellwach sein. Die Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung. Wenn es langsam hell wird und dann plötzlich die ersten Sonnenstrahlen in euer Gesicht scheinen, werdet ihr es nicht bereuen – und glaubt uns: Auch nach der Wanderung werdet ihr nicht müde sein. Wir sind nach einer Sonnenaufgangswanderung den ganzen Tag über fitter als sonst. Die Kombi aus frischer Luft, Bewegung und Glückshormonen ist ein echter Energiekick für den ganzen Tag!

3) Gute Laune & Vitamin D

Sobald sich der Sommer zu Ende neigt und die Tage kürzer werden, tanken wir automatisch auch weniger Sonne. Vitamin-D ist allerdings unverzichtbar für unseren Körper. Es trägt zur Stärkung des Immunsystems und der Knochen bei und unterstützt unsere Muskeln. Einige Minuten an der Sonne reichen schon aus, um den täglichen Vitamin D Bedarf zu decken. Im Herbst und im Winter gar nicht so einfach, aber umso wichtiger, um Erkältungen vorzubeugen.

Wer den Sonnenaufgang beobachtet und sich beim Rückweg von der Sonne begleiten lässt, hat also den täglichen Vitamin D Bedarf schon gedeckt. Neben dem gesundheitlichen Aspekt, darf natürlich auch der psychische Effekt nicht vergessen werden. Wenn die Sonne scheint, dann lacht auch das Herz. Tatsächlich ist es so, dass die Sonnenstrahlen auf der Haut dem Körper das Zeichen geben, Endorphine auszuschütten.

Zu diesen Endorphinen gesellen sich oft noch mehr Glückshormone: Das Gefühl auf einem Gipfel oder an einem Ort mit Ausblick zu stehen, den inneren Schweinehund überwunden zu haben und bereits sportlich gewesen zu sein, lassen das Herz zusätzlich höher hüpfen. Genau dieses Gefühl ist für uns der größte Motivator für eine Sonnenaufgangswanderung.

4) Aktiv werden vor der Arbeit, vor dem Sonntagsbrunch oder im Urlaub

Gut für den Körper und den Geist ist bei einer Sonnenaufgangswanderung auch die Bewegung. Es muss dabei keine alpine Hochtour sein, es reicht auch ein einstündiger Spaziergang zu einem Aussichtsberg. Wer sich bewegt, muss zum einen nicht frieren und darf sich danach umso mehr auf das Frühstück freuen. Egal, ob ihr die Wanderung mit Freunden vor dem Sonntagsbrunch plant, vor der Arbeit oder im Urlaub: Das Gefühl vor dem Frühstück schon was erlebt zu haben und trotzdem noch den kompletten Tag nutzen zu können, ist einfach genial.

5) Manche Naturphänomene sieht man nur morgens

Wenn die Sonne sehr tief steht und die Sonnenstrahlen sehr flach in die Erdatomsphäre eindringen, müssen sie einen weiten Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, bevor sie uns erreichen. Währenddessen treffen sie auf Luftmoleküle, die das Licht streuen. Kurzwellige, blaue Strahlen werden häufiger seitlich gestreut und sozusagen ausgesiebt. Das wäre kurz erklärt die physikalische Erklärung für das Morgenrot.

Jeden Morgen hält die Natur aber noch mehr Spektakel bereit, man muss nur genau hinsehen.  Egal ob euch ein perfekter Sonnenaufgang erwartet oder sich die Sonne ein wenig hinter den Wolken versteckt, achtet einfach auf die Details, auf die Farben des Himmels, auf den mystischen Nebel oder den Tau auf dem Gras. Die Blumen, die sich plötzlich öffnen und Richtung Sonne strecken und die gelben Herbstblätter, die durch die Sonne Gold leuchten.

Bei einem unserer Sonnenaufgänge hat es leicht geregnet. Plötzlich hat sich die Sonne doch noch ihren Weg durch die Wolken gesucht. Vor uns war plötzlich ein wunderschöner Sonnenaufgang und hinter uns ein riesiger Regenbogen. Auch wenn das Wetter nicht perfekt ist, lasst euch einfach von der Natur überraschen, oft verändert sich der Himmel innerhalb weniger Minuten schlagartig.

Tipps für Sonnenaufgangswanderungen

Kurze, leichte Touren suchen: Wer nicht allzu früh aufstehen möchte, sollte sich eine kurze Sonnenaufgangstour suchen. Oft ist es schöner, nicht auf dem Gipfel zu stehen, sondern auf einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Berg, der von der Morgensonne angestrahlt wird. Der Wanderweg sollte eher leicht sein, denn das begrenzte Sichtfeld mit Stirnlampe erfordern Konzentration genug.

Vorher Zeit und Himmelsrichtung checken: Die Sonne geht bekanntlich im Osten auf, deshalb sucht euch ein Sonnenaufgangs-Plätzchen aus, von wo ihr freie Sicht in diese Himmelsrichtung habt. Die exakte Uhrzeit für den Sonnenaufgang könnt ihr einfach googeln. „Sonnenaufgang + Datum + Ort“ in die Google Suche eingeben und schon habt ihr die Antwort. Wenn die Sonne hinter den Bergen aufgeht, könnt ihr zu dieser Zeit noch ein paar Minuten dazurechnen.

Tee/Kaffee in Thermoskanne mitnehmen: Falls man etwas früher als geplant am Ziel angekommen ist und im Dunkeln wartet, kann ein warmer Kaffee oder ein Tee helfen, die Zeit bis zum Sonnenaufgang zu überbrücken. Morgens ist es im Herbst noch kalt, ein heißes Getränk nach Wanderung tut sehr gut, um nicht auszukühlen.

Warme Kleidung & Stirnlampe: Die wichtigste Ausrüstung für eine Sonnenaufgangswanderung ist eine Stirnlampe und warme Kleidung. Wer viel schwitzt, kann auch ein Wechselshirt mitnehmen, um am Gipfel nicht zu frieren.

Sitzkissen: Die Wartezeit auf den Sonnenaufgang lässt sich gemütlicher gestalten mit einem Sitzkissen. Da der Boden oder Fels morgens sehr kalt sein kann, empfiehlt sich ein Sitzkissen oder auch eine Decke.

Und jetzt schließt am besten kurz die Augen und stellt euch vor, wie ihr am Gipfel steht und die Sonne euch anlächelt. Wenn eure Mundwinkel bei der Vorstellung gerade nach oben gewandert sind, dann wird es Zeit eine Sonnenaufgangswanderung zu planen. Stellt euch den Wecker und just do it! Egal ob am Wochenende zu Hause, im Urlaub oder vor der Arbeit. Nutzt die Chance im Herbst eine Sonnenaufgangswanderung zu unternehmen. Im Winter wird es nur noch kälter und die schönen Herbstfarben im Wald sind auch verschwunden 😉

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